Die Saison 2011/12 – ein Blick zurück

Was war das für eine unglaubliche Saison, die die Jugend des SSV Vogelstang da hingelegt hat! Sechs Mannschaften hatte der SSV im Herbst ins Rennen um Bälle und Punkte geschickt, aber es war weitaus mehr als nur Quantität.

Bis auf den U18-Jahrgang hatte der SSV alle Altersstufen mit mindestens einer Mannschaft beschickt und in jeder Altersstufe schafften die SSV-Mannschaften die Qualifikation in die jeweiligen Abschlussturniere auf Verbandsebene. Zwei Mannschaften gelang sogar der Sprung zu den Regionalmeisterschaften – die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften. Doch der Reihe nach.

Bei U20, U14 und U13 traute man sich schon vor der Saison Großes zu – die drei Mannschaften wurden zu den jeweiligen Verbandsliga-Qualifikationsturnieren geschickt, um es in die höchste Spielklasse zu schaffen. Und allen drei SSV-Teams gelang dieser Schritt auch.

Die U20 2011/12

Die U20 2011/12

Den schwersten Stand hatte von Anfang an die U20, die sich mitten in einem Klasse-Starterfeld vorfand. Das Niveau war erwartet stark und fast folgerichtig kassierte man auch einige empfindliche Schlappen. Doch dazwischen ließen die Mädels von Trainer Christian Herfurth immer wieder ihr Können aufblitzen und zeigten so trotz ausbleibender Punktgewinne, dass sie zurecht in der Verbandsliga am Start waren. Ein wahres Ausrufezeichen setzte die Mannschaft an ihrem allerletzten Spieltag. Dort traf sich – bis auf Meister und Vizemeister der Verbandsliga (SVK Beiertheim und SV Sinsheim) – die gesamte Nordbadische Elite, um den Nordbadischen Meister zu küren. Dank einer blitzsauberen Leistung in der Vorrunde spielte man in der Endrunde gar um die ersten drei Plätze bei diesem 9er-Starterfeld. Dort unterlag man zwar, doch selbst gegen den späteren Turniersieger aus Bruchsal gab man sich erst im dritten Entscheidungssatz denkbar knapp geschlagen. Das war ein Abschluss nach Maß!

Es spielten: Isabell Erens, Anne Kohler, Nadja Rovedo, Lisa Hillenbrand, Elina Buss, Christina Sarafoglou, Ronja Lutz, Jessica Hupka, Klara Meier, Sarah Zinser, Lena Gottmann, Jana Stein

Stolze Pokalsieger

Stolze Pokalsieger

Die U16 hatte auf den Versuch einer Verbandsliga-Qualifikation verzichtet und startete in der sogenannten Turnierrunde in die Saison. Es war ein Auftakt mit Hochs und Tiefs. Platz 3 beim ersten und Platz 5 beim zweiten Vorrundenturnier war eigentlich eine Enttäuschung, verpasste man doch die Qualifikation zur Jugendmeisterschaft und musste beim Pokal antreten. Doch in heimischer Halle agierten die Mädchen von Trainer Andreas Nessler souverän. Ohne Satzverlust überstand man das Turnier, durfte sich Sieger des Jugendpokals 2011/12 nennen und schaffte in allerletzter Sekunde sogar noch die Quali zum Nordbadischen Pokal. Dort ging man Mitte April als krasser Außenseiter an den Start – es war nicht weniger und nicht mehr als ein Bonus zum Saisonabschluss. Die Mädels waren aber Feuer und Flamme, auch in diesem Kreis ihre Qualität unter Beweis zu stellen. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt gewann das SSV-Team die beiden ersten Vorrundenspiele gegen die beiden Verbandsligisten von der VSG Ma-Käfertal und VC Eppingen und spielte sogar im abschließenden Vorrundenspiel gegen TV Eppingen um den Einzug ins Finale. Es war ein überaus spannendes Spiel, doch der spätere Turniersieger machte in den entscheidenden Momenten die wichtigen Punkte. Damit stand man im kleinen Finale gegen den Fünften der abgelaufenen Verbandsliga-Saison vom TV Bretten. Dass man in diesem Spiel klar den Kürzeren zog, sorgte nur kurz für Unmut. Was am Ende blieb, war ein vollkommen überraschender vierter Platz bei einem absoluten Top-Turnier Nordbadens. Darauf darf man, ja muss man, stolz sein!

Es spielten: Sarah Zinser, Lena Gottmann, Jessica Groß, Vanessa Pasca, Jana Stein, Corinna Jurgeleit, Sandy Groß, Laura Schulz, Carina Kessler, Natasa Andric, Anastasia Sumejko, Lisa Knapp

Die U14 2011/12

Die U14 2011/12

Die U14 ging von Anfang an mit einer anderen Erwartungshaltung an die Saison heran. Die Qualifikation zur Verbandsliga wurde dort insofern ebenso selbstverständlich zur Kenntnis genommen, wie auch die Tatsache, dass man in der Verbandsliga klar zu den besten Teams gehörte. Beim vermeintlich alles entscheidenden letzten Spieltag hatte man es selbst in der Hand, durch einen Erfolg gegen den Dauerkonkurrenten vom VC Eppingen noch den Sprung auf Platz 2 und damit die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft zu schaffen. Es wurde zum wahren Triumphlauf für das junge SSV-Team von Coach Tom Müller. Eppingen wurde von der ersten bis zur letzten Minute unter Druck gesetzt und wusste sich bis zum Ende nicht mehr zu helfen. Als Vizemeister Nordbadens fuhr man also Mitte März zur Süddeutschen Meisterschaft nach Mutlangen – etwas, das bislang noch keiner SSV-Mannschaft gelungen war. Im Konzert der besten neun Mannschaften Baden-Württembergs war die Luft erwartet dünn. Doch selbst dort präsentierte sich die Mannschaft exzellent, stand in der Zwischenrunde zum Einzug ins Finale und gab sich dort dem späteren Meister VC Stuttgart denkbar knapp geschlagen. Der sechste Platz bei dieser Süddeutschen Meisterschaft kann nicht hoch genug eingestuft werden. Es ist das beste Ergebnis einer SSV-Jugendmannschaft überhaupt. Absolut toll!

Es spielten: Anastasia Sumejko, Lisa Knapp, Carola Nagy György, Berfin Pamuk, Monika Buss

Jugendpokalsieger U14

Jugendpokalsieger U14

Fast ein wenig im Schatten der Leistung der ersten U14-Mannschaft schickte der SSV auch ein zweites Team in dieser Altersstufe ins Rennen, das sich über die Turnierrunde mühsam seinen Weg bahnte. Ähnlich wie der U16 gelang der Mannschaft von Trainerin Andi Frankenbach der Gewinn des Jugendpokals und damit der Einzug zum Nordbadischen Pokal. Dass die Mädchen nach ihrem fünften Platz bei diesem letzten Turnier der Saison sogar mit hängenden Köpfen die Halle verließen, zeigt nur, wie hoch die Erwartungshaltung selbst bei der zweiten Mannschaft waren. Dabei ist das Ergebnis allemal ehrenwert, berücksichtigt man vor allem, dass in dieser Mannschaft auch Spielerinnen aus der U13 zum Einsatz kamen.

Es spielten: Laura Schulz, Carina Kessler, Natasa Andric, Agathe Poniewiera, Acelya Yorganci, Sara Cetin, Melanie Bauer

Auch bei der U13 war von Anfang an „klar“, dass man den Weg in die Verbandsliga antreten wollte. Und auch dort wollte man nicht von Überraschung sprechen, als man in den Kampf um die Top-Plätze eingriff. Es kostete jedoch viele Nerven und einige graue Haare von Trainerin Andi Frankenbach, bis die ersehnte Abschluss-Platzierung Realität wurde. Man hatte buchstäblich in letzter Sekunde den dritten Tabellenplatz übernommen und damit die Qualifikation zum Regionalspielfest, der inoffiziellen Süddeutschen Meisterschaft, am 7. und 8. Juli in Ochsenhausen (südlich von Ulm) geschafft. Dazu wünschen wir schon jetzt viel Erfolg!

Es spielten: Agathe Poniewiera, Acelya Yorganci, Monika Buss, Sara Cetin, Melanie Bauer

Nicht vergessen sollte in dieser Chronik auch die zweite U13-Mannschaft des SSV – einer Mannschaft, die sich schon traditionell weitestgehend aus Einsteigern rekrutiert. Hier geht es in erster Linie um das Kennenlernen des Spielbetriebs, das Bestehen in Wettkämpfen und wichtige erste Erfahrungen. Die Ergebnisse sind von Natur aus zweitrangig und doch kann man auch hier sehen, mit wie viel Elan und Einsatz die jüngsten unter der Leitung von Trainerin Simone Müller an Verbandsspielen teilnehmen.

Es spielten: Patrizia Kaiser, Nadine Glombitza, Evelin Andriß, Laura Sailer, Viktoria Gogolok, Ganz Stephanie

Schaut man alleine auf die sportliche Bilanz, kann die (fast) abgelaufene Saison mit Fug und Recht als die erfolgreichste in der SSV-Geschichte bezeichnet werden. Sechs Mannschaften am Start, zwei Qualifikationen zu Regionalmeisterschaften sowie drei Teilnahmen an Nordbadischen Pokalen – besser geht es fast nicht. Doch der Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis einer engagierten Jugendarbeit, die nun von den Einsteigern bis hoch zur U20 ihre Früchte trägt. Insofern dürfen alle – Trainer und Spielerinnen – die Erfolge genießen und als ihre Bestätigung sehen. Doch nicht zu lange: denn nach der Saison ist auch schon wieder vor der Saison.

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