U15 springt auf Podest

Es sollte die ideale Durchgangsstation zur Deutschen Meisterschaft in genau zwei Wochen sein – die erstmals ausgetragene U15-BaWü-Meisterschaft. Am Ende sprang Platz 3 heraus.

Was für ein Hickhack beim Verband: in der ursprünglichen Fassung hatte es geheißen, an diesem Wochenende sollte die Deutsche Meisterschaft stattfinden. Dann erschien vor knapp 3 Monaten auf der Homepage des DVV, dass die DM ausfallen würde – scheinbar hatte sich kein Ausrichter gefunden. Auf BaWü-Ebene hatte man sich daraufhin zusammengetan und eilig eine neue Baden-Württembergische Meisterschaft aus der Taufe zu heben. Die drei Besten der jeweiligen Landesmeisterschaften sollten den frei gewordenen Termin dafür nutzen. Kaum stand der Plan, entschied sich der DVV dann doch noch für eine DM – allerdings erst zwei Wochen später als ursprünglich geplant.

Als Nordbadischer Meister hatte die U15 des SSV die Weichen für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft schon vor drei Wochen gelegt. Die BaWü-Meisterschaft war insofern ein willkommenes Vorbereitungsturnier auf gehobenem Niveau.

Vorrunde

Bei bulligen Temperaturen und maximaler Luftfeuchtigkeit ging es für den SSV in der Vorrunde gegen VC Offenburg, VfB Friedrichshafen und TV Mimmenhausen. Mit vollem Elan ging es gegen die Offenburger. Die beiden Sätze im 2-gegen-2 gingen mit 15:11 und 15:8 an den SSV, im 4-gegen-4 ging es sogar in die Verlängerung, aber auch die wurde gewonnen. Ein 3:0 zum Turnierauftakt – das war doch mal was!

Nach einem Spiel Pause ging es gegen Friedrichshafen. Nach den 2-gegen-2-Sätzen stand es unentschieden 1:1, sodass das 4-gegen-4 entscheiden musste. Hier ließ man den Gegnern aber kaum eine Chance und gewann mit 25:17. Mit zwei Siegen stand man da schon fast sicher im Halbfinale.

Doch der lange und heiße Tag war noch nicht vorbei. Für beide Teams – den SSV sowie die Gegner aus Mimmenhausen – war es das dritte Spiel bei diesen drückenden Temperaturen. Wie viele Körner waren noch im Tank? Es sollte nicht reichen – die Luft war beim SSV irgendwie raus, die Bewegung fehlte und am Ende gab es nicht genug Druck im Angriff. Mit einem 1:2 hatten die SSV-Mädchen das Nachsehen.

Lange herrschte Rätselraten, für welchen Platz es in der Vorrunde gereicht hätte. Da drei Teams ein Spiel verloren hatten, war es ein offenes Rennen. Umso erfreulicher war insofern, dass der SSV als Gruppensieger ermittelt wurde und somit im Halbfinale stand.

Halbfinale

Das ging allerdings erst zu Beginn von Tag 2 über die Bühne – in inzwischen regnerischem Wetter und 10 Grad kälterer Außentemperatur fand der SSV leider überhaupt nicht ins Spiel. Gegen den nordbadischen Dauerrivalen aus Beiertheim, gegen die der SSV bei der „Nordbadischen“ im Endspiel noch gewonnen hatte, passte nicht viel zusammen. Beide Matches im 2-gegen-2 gingen verloren, sodass das Spiel 4-gegen-4 ohne Wert blieb. Die Enttäuschung saß zunächst tief, aber wie so oft ließ der Spielplan keine Zeit zum Wundenlecken. Immerhin wollte man noch auf Platz 3 kommen.

Spiel um Platz 3

Im kleinen Finale ging es nochmal gegen den TV Mimmenhausen – diese Mal sollte die Revanche für die Niederlage am Vorabend her. Und es wurde tatsächlich nicht ganz so spannend wie beim ersten Aufeinandertreffen. 2:0 hieß es schon nach den beiden 2-gegen-2-Spielen – das 4-gegen-4 wurde dann auf Wunsch beider Teams noch ausgespielt und auch da behielt der SSV denkbar knapp mit 28:26 die Oberhand. Damen schloss das SSV-Team mit einem respektablen 3. Platz. So richtig um die Wurst geht es dann aber erst in zwei Wochen … bei der Deutschen Meisterschaft beim bayrischen SV Lohhof.

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