Durchwachsen am Ende

Die 1. Damen beendeten mit einer eher durchschnittlichen Leistung die Saison in der Bezirksliga. Vom Ausgang des Spiels hing jedoch nichts mehr ab.

Die Tabellensituation war eindeutig: selbst mit einem Sieg gegen Leimen 1 hatten die Damen nur noch äußerst theoretische Chancen auf Tabellenplatz 1 und selbst bei einer Niederlage war ihnen der zweite Platz nicht mehr zu nehmen. Wenig Spannung also im Vorfeld des letzten Spieltags.

Dazu musste Coach Volker Bondzio auf einige Spielerinnen verzichten, sodass die Mannschaft in Minimalbesetzung von gerade einmal sechs Spielerinnen nach Leimen reiste.

Der Auftakt ging total daneben. Es stimmte an allen Ecken und Enden nicht. Leimen ließ sich nicht zweimal bitten und kassierte Durchgang 1 deutlich mit 25:15. Im zweiten Satz kam der SSV-Motor endlich besser in Schwung. Die Aktionen am Netz wurden druckvoller und die Abwehr beweglicher. Der Satz verlief über weite Phasen ausgeglichen und doch spürte man, dass der SSV bei Bedarf einen Zahn zulegen konnte. Das tat die Mannschaft um Spielführerin Simone Muller denn auch recht erfolgreich: 25:20 und 25:21 gingen die Sätze zwei und drei an Vogelsang.

Offenbar zu einfach. Denn im anschließenden vierten Satz reichte Leimen eine minimale Leistungssteigerung, um den SSV in Bedrängnis zu bringen. Dieses Mal klappte es nicht mehr, einen Gang hochzuschalten. Reichlich konsterniert musste man ein glattes 17:25 hinnehmen.

Doch was den SSV über die gesamte Saison ausgezeichnet hatte, nämlich in den entscheidenden Momenten nochmal zuzulegen, gelang heute nicht. Im Gegenteil: kaum eine Aktion wollte gelingen, die Annahme fiel völlig zusammen, die Stimmung war am Boden. Das 5:15 war denn auch deutlicher Ausdruck des Leistungseinbruchs im Entscheidungssatz.

Bei aller Niedergeschlagenheit nach einer solchen Niederlage sollte bald wieder die Zufriedenheit über das Erreichte im Vordergrund stehen. In einer ungemein ausgeglichenen Bezirksliga hat der SSV mit einer fast durchweg stabilen Leistung den zweiten Platz erobert und darf sogar noch auf die Chance einer Relegation um den Aufstieg in die Landesliga hoffen.

Sportlich fair bleibt auch der VSG Käfertal zur Meisterschaft zu gratulieren. Vielleicht sieht man sich ja in der kommenden Saison wieder – in der Landesliga!

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