Ohne Vier

Ausgerechnet beim Doppelspieltag gegen vermeintlich machbare Gegner mussten die SSV-Damen ohne vier Spielerinnen antreten.

Gerade einmal sechs spielbereite SSV-Damen traten zum ersten Spiel gegen LSV Ladenburg an. Gegen die gewohnt akustisch beeindruckend spielenden Ladenburgerinnen stand es nach Sätzen 1:1, als der SSV eine 24:21-Führung nicht zum Satzgewinn verwandeln konnte. Bei 24:24 stand das Spiel auf der Kippe, doch ein guter Aufschlag von Gabi Diller sicherte dem SSV mit 26:24 den Satz. Im abschließenden vierten Satz war der Wille der Ladenburgerinnen offensichtlich gebrochen und der Weg frei zu einem vorher nicht erwarteten 3:1 (21, -16, 24, 16).

Nun durfte man gespannt sein, wie die sechs tapferen SSV-Damen sich im zweiten Spiel des Tages gegen die „alten“ Bekannten von der TV Viernheim schlagen würden. Wie weit würden die Beine noch tragen? Die Antwort schien schnell gegeben: eine desolate Leistung und ein 12:25 schienen eine klare Sprache zu sprechen. Doch ganz so leicht wollte man es man den Gästen nicht machen und holte sich Durchgang 2 mit 25:19. Die Entscheidung schien endgültig gefallen, als der dritte Satz ähnlich deutlich wie der erste Satz abgegeben wurde. Doch schon zum Ende des Satzes hatte man den SSV-Mädels angemerkt, dass noch nicht alles verloren war.

Was der SSV danach schaffte, zollt höchsten Tribut: man gewann nicht nur den vierten Satz in souveräner Manier, sondern behielt bis zuletzt die Nerven im Zaum und holte im entscheidenden 5.Satz mit 16:14 einen viel umjubelten 3:2-Sieg (-12, 19, -18, 18, 14) .

Insgesamt standen die sechs SSV-Heldinnen somit genau 200 Minuten reine Spielzeit auf dem Feld. Toll, wieviel Kampfkraft, Siegeswille und Moral der SSV gezeigt hat. Und auch für die Tabelle tun die vier Punkte nach zwei Niederlagen zu Saisonauftakt so richtig gut.

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