Fischstäbchen?

Sowohl Tabellenstand als auch Erfahrung der Hinrunde ließen die Sharks glauben, vorverdaute Fischstäbchen zum Fraß vorgeworfen zu bekommen. Doch ein paar Gräten hatte die Mahlzeit dann doch.

Zunächst einmal war es garnicht so sicher, ob die eine gegnerische Mannschaft (TV Rheinau) überhaupt spielfähig gegen die Sharks würde antreten können. Die eine Hälfte weilte zum Zeitpunkt des Spiels im Urlaub, die andere wartete vor der Halle auf der Vogelstang auf das Eintreffen der Sharks – das Spiel jedoch war in der IGMH angesetzt.

So wurden kurzerhand die Spiele getauscht und Waldbrunn sollte als handlicher Happen genommen werden. Mit einer guten Portion Lockerheit und Schwung gingen die Vogelstängler Haie an den Start. Sobald es eng zu werden schien, machten sie die entscheidenden Punkte und beherrschten auch spielerisch Ball und Gegner. So gingen die Durchgänge 1 und 2 an die Sharks, ohne dass die Gegner entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf nehmen konnten.

Doch in der Folge gewann die Lockerheit allerdings Oberhand und die Waldbrunner zeigten ihrerseits, dass sie den langen Weg nach Mannheim nicht auf sich genommen hatten, um als Vorspeise verputzt zu werden. Stattdessen spielten sie munter mit und dominierten phasenweise das Spiel – ganz zum Unwillen von Sharks-Coach Christian, der mehr Konzentration einforderte.

Die Sharks jedoch blieben etwas lethargisch – fast schien es, als wollten sie erst noch mit ihrem Opfer etwas spielen, bevor das unvermeidliche Ende nahte. Die Waldbrunner dagegen spielten den Satz ohne Fehl und Tadel durch und gewannen ihn am Ende hochverdient. Erinnerungen an vergangene Sharks-Fütterungen wurden wach: schon einmal hatte man nach 2:0-Satzführung noch das Spiel verloren. Sollte das wieder passieren?

Doch heute waren die Sharks nicht gewillt, für das servierte Essen ihrerseits zum Futter zu werden. In Durchgang vier zeigten sie wieder mehr Konzentration und Willen zum Abschluss, hatten schnell eine Führung herausgeholt, die man bis zum Spielende nicht mehr abgab. Die Waldbrunner hatten den Sharks dann doch mehr abverlangt, als sich manch einer vorher gedacht hatte.

Nach einem Spiel Pause, in dem man beobachten konnte, wie TV Rheinau gegen Waldbrunn chancenlos blieb, sollten die Rheinauer quasi als schnelle Nachspeise herhalten. Nach einem souveränen Gewinn in Durchgang 1 zeigte sich schon im 2. Satz, dass Rheinau sich steigern konnte. Das Spiel war nun lange Zeit ausgeglichen und erst gegen Ende gelang es den Haien, die entscheidenden Bisse … äh … Angriffe zu setzen. Doch Rheinau steigerte sich abermals und stand bei 22:17 kurz vor einem Satzgewinn. Eine Auszeit auf Seiten der Vogelstängler Raubfische brachte denn die Wendung. Mit einem Mal klappte die Abstimmung bei den Sharks wieder: einige starke Abwehrreaktionen von „Blitzhai“ Susi sowie eine konzentrierte Blockarbeit reichten aus, den Satz noch zu drehen und am Ende ein vielumjubeltes 3:0 einzufahren.

Will man die Spannung hochhalten und tatsächlich am letzten Spieltag den Showdown mit den aktuellen Tabellenersten und -zweiten um den Aufstieg erzwingen, muss schon nächste Woche eine Steigerung her – zwei weitere Siege sind Pflicht. Und dann, ja dann erwarten die Sharks die Mannschaften aus Reicholzheim und Eppelheim im Haifischbecken der Vogelstang Halle zum großen Finale.

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