Sharks mit Beiß-Problemen

Eigentlich wollten die Sharks ja den Schwung der Vorwoche mitnehmen. Es hat leider nicht geklappt.

An der Anreise nach Rheinau kann es nicht gelegen sein, dass die Sharks den Auftakt ihrer ersten Partie des Tages gegen Heidelberg überhaupt nicht so gestalten konnten, wie sie es sich vorgenommen hatten. Verkrampft, ohne Bewegung in Abwehr und Druck im Angriffsspiel lud man die Gegner förmlich zum Siegen ein. Die ließen sich nicht lange bitten und holten sich den ersten Satz.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schienen die Sharks endlich ihren Biss zu finden: eine deutlich verbesserte Annahme erlaubte mit einem Mal jene druckvolle „Attacke“, wie man sie beim letzten Spieltag gesehen hatte.

Doch nach dem Gewinn des 2. Satzes war es mit der Herrlichkeit leider schon wieder vorbei. Allzu viele leichte Fehler bei Dankebällen bremsten sichtlich den Spielfluss. Der Fairness halber muss man sagen, dass die Heidelberger Gegner auch der bislang stärkste Gegner der noch jungen Saison waren, die es verstanden, jede Schwäche des SSV konsequent zu nutzen.

Mangelnde Moral konnte man den Sharks aber nicht vorwerfen. Im Gegenteil: im vierten Satz gelang abermals eine Steigerung, die auch folgerichtig bei den Gegnern Spuren hinterließ. Entsprechend groß war der Jubel nach Gewinn dieses Satzes – der fünfte und letzte Satz musste die Entscheidung bringen.

Aber irgendwie passte es zum heutigen Tag, dass es den Sharks wiederum nicht gelang, das Spiel durchzuspielen. Stattdessen schlichen sich ein ums andere Mal jene kleine Unkonzentriertheiten ins Spiel, die es den Heidelbergern letztlich möglich machten, einen hart umkämpften 3:2-Sieg zu feiern.

Vom zweiten Spiel des Tages sind die Fakten schnell zusammengefasst. Die „Illwetritsche“ aus Rheinau waren zu keiner Phase des Spieles in der Lage, mit den Sharks mitzuhalten und wurden nach kurzem, aber wenig spannenden Spiel zur leichten Beute der „gefräßigen SSV-Haie“. Nicht unerwähnt bleiben sollten die tollen Aufschlagsserien von Oli „The Eagle“ Hofmann, sowie die Vielzahl von „schattigen“ Blocks durch Michael „Air“ Matl, an dem sich der beste Angreifer der Rheinauer die Zähne ausbiss.

Vielleicht war es ja auch gut, dass die Sharks nach den beiden Siegen in der Vorwoche zum jetzigen Zeitpunkt die Grenzen aufgezeigt bekamen. Die Euphorie dürfte nun etwas gedämpfter sein. Eines ist aber auch nach der Niederlage von heute klar: spielen die Sharks ihr sicherlich vorhandenes Potential aus, ist jeder Gegner eine gute Beute.

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