U16 holt Platz 4 bei der „Süddeutschen“

Wenn sich die beiden Bestplatzierten der drei Verbände Südbadens, Württembergs und Nordbadens am Ende der Saison auf den Weg machen, dann heißt das: es ist die Zeit der Süddeutschen Meisterschaft. VC Offenburg und SV Kirchzarten (Südbaden), MTV Stuttgart und SV Ochsenhausen (Württemberg) und TV Brötzingen und der SSV Vogelstang (als Vertreter Nordbadens) – so die erlesene Liste der Teilnehmer an den Regionalmeisterschaften Süd der U16, wie es im offiziellen Jargon des Verbands heißt. Der SSV hatte sich um die Ausrichtung beworben und letztlich auch den Zuschlag erhalten.

Die Sporthalle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums war herausgeputzt, als die Mannschaften kurz nach 10 Uhr zur offiziellen Begrüßung einliefen. Ein Startplatz blieb jedoch unbesetzt, da Kirchzarten noch am Abend vor dem Turnier kurzfristig ihre Teilnahme absagen musste. So begrüßte SSV-Urgestein Andi Zinser die verbliebenen fünf teilnehmenden Teams auf der Vogelstang. An seiner Seite Ingo Kirrinnis vom Fachbereich Sport und Freizeit, der die Mannschaften im Namen der Stadt Mannheim begrüßte und dabei auf seine eigene Volleyball-Vergangenheit verwies.

Doch der Worte waren nun genug gewechselt – die Spiele sollten beginnen.

Durch die Absage von Kirchzarten ergab sich ein neuer Turniermodus, in dem „Jeder-gegen-Jeden“ spielen sollte. Die Auslosung brachte für den SSV gleich zu Turnierbeginn das Duell gegen den Verbandsmitkonkurrenten vom TV Brötzingen. Die Matches hatten schon während der Saison oft äußerst knappe Ergebnisse mit sich gebracht.

Der SSV kam zu Beginn etwas schwer ins Spiel. Brötzingen fand recht schnell in ihr druckvolles Spiel und hatte sich bis zum 9:3 schon einen ordentlichen Vorsprung erspielt. Doch der SSV kam nun auch besser auf Touren. Punkt für Punkt schmolz der Rückstand. Vor allem die Aufschläge von Zuspielerin Lenja stellten die Brötzinger vor schwere Aufgaben. Jedenfalls war der SSV klar obenauf und wenig später holte man sich unter großem Jubel den ersten Satzball.

Anstatt dem Team mehr Ruhe und Sicherheit zu schenken, riss der Faden mit dem Seitenwechsel allerdings. Vor allem die fehleranfällige Annahme machte jeden Spielaufbau ein ums andere Mal unmöglich. Dazu kam – wie so oft – auch eine Steigerung beim Gegner. Zum Ende des Satzes stabilisierte sich der SSV zwar wieder ein wenig, aber der Satz war trotzdem dahin. Satz 3 blieb wechselhaft. Brötzingen zog zwar nicht davon, aber dem SSV fehlte in zu vielen Aktionen die letzte Überzeugung, sich für die gute Leistung belohnen zu können. So endete das Spiel wie immer in diesem Jahr mit einem Sieg der Pforzheimer Mädchen.

Auf der Leistung könnte man jedoch aufbauen – so die allgemeine Meinung. Hätte der Gegner im zweiten Spiel nicht MTV Stuttgart geheißen. Vor allem das druckvolle Aufschlagsspiel der Stuttgarter Elitemannschaft stellte den SSV vor unüberwindliche Herausforderungen. Aus dem Spiel heraus sah man mitunter garnicht so chancenlos aus. Im Gegenteil: sobald man den eigenen Angriff in Szene setzen konnte, war auch Stuttgart verwundbar. Dass es trotzdem nicht dazu reichte, auch nur in die Nähe eines Satzerfolges zu kommen, war zwar schade, aber verschmerzbar.

Im Spiel 3 wartete auch keine leichte Aufgabe: der südbadische Meister vom VC Offenburg. Doch nach wenigen Ballwechseln spürten alle, dass dies eine Mannschaft ist, die auf ähnlichem Niveau wie der SSV unterwegs war. Die SSV-Mädchen zeigten ihre beste Turnierphase und dominierte das Spiel kurzzeitig sogar. Der Wendepunkt dann am Satzende: der SSV lag 23:21 vorn, zwei Punkte vom Satzerfolg. Doch beim Volleyball darf man sich seiner Sache nie zu sicher sein. Vier Punkte in Folge gingen an Offenburg – das war schon sehr ärgerlich. Im zweiten Satz mischten sich ins immer noch gute Spiel des SSV immer wieder kleinere Unsauberkeiten ein: Annahmen, die zu nah ans Netz gespielt wurden, Zuspiele in „freie“ Räume und Angriffsaktionen, die nicht druckvoll genug waren. So verloren die SSV-Mädchen auch das dritte Spiel. Dennoch: die Leistung hatte gestimmt und von Enttäuschung war deshalb auch nichts zu spüren.

Nach einer etwas längeren Pause sollte dann eben im letzten Spiel des Tages der ersehnte Sieg her. Nun hieß der Gegner der SV Ochsenhausen, die immerhin in ihrem Duell mit Offenburg auch einen Satz gewonnen hatten. Man war also vorgewarnt und ging entsprechend ernsthaft und motiviert an diese letzte  Aufgabe. Toll zu sehen, dass der SSV immer noch recht fit erschien – immerhin standen die Mädchen zu dem Zeitpunkt schon seit über neun Stunden in der Halle und hatten drei intensive Matches hinter sich. Von der ersten Spielaktion ließ der SSV keine Zweifel, dass man als Sieger vom Feld gehen wollte. Die Ochsenhausener zeigten sich beeindruckt und so entwickelte sich schnell ein fast schon einseitiges Spiel zugunsten des SSV. Und auch nach Gewinn des 1. Satzes ließ man die Sache nicht mehr anbrennen, sondern spielte die Sache äußerst konsequent und druckvoll zu Ende. Der Jubel war fast schon verhalten – zu überlegen hatte man die Partie gestaltet. Dennoch hieß der Sieg am Ende ein 4. Platz im Abschlussklassement.

Die Uhr in der Halle zeigte schon halb sieben, als die abschließende Siegerehrung anstand. Moderiert von Regionalspielwartin Daniela Klotz wurden die Mannschaften alle für ihre Leistungen geehrt. Die größte Ehrung wurde natürlich dem süddeutschen Meister vom MTV Stuttgart zuteil, die die Farben Baden-Württembergs bei den deutschen Meisterschaften vertreten dürfen.

Der vierte Platz des SSV ist nicht hoch genug anzurechnen. Sicher kann man immer darüber nachdenken, dass gegen Brötzingen und gegen Offenburg nicht viel gefehlt hat und man damit gar den Sprung auf Platz 2 hätte schaffen können. Unter dem Strich war man aber nun auch bei der süddeutschen Meisterschaft im erweiterten Kreis der oberen Plätze und auf Platz 4 können alle sehr stolz sein.

Viel Lob gab es am Rande es Turniers für die gesamte Ausrichtung  durch den SSV. Ein großer Dank an unsere gute Seele Christian, der die gesamte Organisation koordiniert hat sowie an die zahlreichen Helfer und Helferinnen aus der ganzen Volleyball-Abteilung. Abermals ist es dem SSV dadurch gelungen, eine tolle Visitenkarte abzugeben.


Weitere Fotos vom Turnier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.