Beeindruckend abgeliefert

Nach einer größeren Pause zum letzten Rundenspiel stand als letzter Event im U20 Bereich das Finale um den Verbandspokal an. Die acht qualifizierten Mannschaften hatten sich bedauerlicherweise kurzfristig auf 6 Teams reduziert, so dass auch der kommunizierte Spielplan erst am Morgen des Spieltags endgültig feststand. Und so hießen in der Vorrunde die Kontrahenten TSG Weinheim und – natürlich mal wieder – VSG Mannheim.

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Die Stimmung war klasse und auch die Zielsetzung anspruchsvoll aber nicht unrealistisch: Nicht weniger als der 1.Platz war ausgerufen. Als Motivationshilfe trug man als Einspielshirts die Teilnahmeleibchen der letztjährigen U18 Süddeutschen Meisterschaften und um auch bei den anderen Mannschaften entsprechend für den notwendigen Respekt zu sorgen, wurde im wahrsten Sinne des Wortes „Kriegsbemalung“ aufgelegt.

Gut gerüstet ging es also in die erste Partie gegen den Bergstraßenclub aus Weinheim. Doch wie so oft an solchen Tagen, an denen der Blick zumindest unbewusst immer schon ein Schritt weiter reicht, gestaltete es sich schwierig, ins Spiel zu finden. Und so sah man sich etwas unerwartet bis Mitte des ersten Satzes immer wieder einem zumindest knappen Rückstand hinterherlaufen. Einer Irritation bei Trainerin und Zuschauern gab es nur eines entgegenzusetzen: Ein stabileres Spiel. Und das wurde auch umgesetzt. Resultat: Der Satz ging letzten Endes doch eindeutig an die SSV Mädels. Und auch der zweite Satz bot, abgesehen von einem 0:4 Start, keine weiteren Ansätze für Nervenflattern. Der erste Schritt war getan.

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Als nächstes stand mal wieder das immer junge Duell gegen den Lokalrivalen VSG Mannheim an. Hatte diese Begegnung in der Vergangenheit des Öfteren zu spannenden oder zumindest einigermaßen engen Partien geführt, waren dieses Mal die Fronten schnell geklärt. Zu überlegen gestalteten die jungen SSV Damen ihre Spielzüge und ließen so dem Nachwuchs des Mannheimer Drittligateams im Wesentlichen nicht den Hauch einer Chance. Das Finale war erreicht.

Nur gegen wen? In der anderen Gruppe ging es zwischen den Mannschaften aus Rohrbach, Wiesloch und Feudenheim bedeutend enger zu. So entschied am Ende erst das Satzverhältnis über den Endspieleinzug der TSG Rohrbach. Während der Beobachtung des entscheidenden Spiels zwischen diesen und dem ASC Feudenheim konnten schon wertvolle Erkenntnisse über die Spielweise gezogen werden, aber auch, dass die Rohrbacherinnen ein junges und dennoch eingespieltes Team darstellte, die in ihren Reihen insbesondere eine Außenangreiferin hatten, die durchaus zu überzeugen wusste.

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Endspielzeit! Das Einschlagen zeigte schon deutlich auf, dass sich hier wirklich die beiden besten Mannschaften des Tages gegenüberstanden. Und so durfte mit Spannung erwartet werden, wer den besseren Start und somit vielleicht den entscheidenden Vorteil haben wird. Doch bis zur Satzmitte war absolute Ausgeglichenheit angesagt. In der wichtigen Phase des Satzes setzten sich dann langsam die insbesondere in der Abwehrarbeit besseren SSV’lerinnen Punkt für Punkt ab und konnten mit Hilfe und unter lautem Jubel der Zuschauer den ersten Satz für sich entscheiden.
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Im zweiten Durchgang herrschten dann schnell klare Verhältnisse. Zu dominant und spielerisch überzeugend das Heimteam. Auch eine kurze Sorglos-Phase angesichts des zeitweise sehr deutlichen Spielstandes konnte einen letztlich äußerst souverän herausgespielten Triumpf nicht verhindern.

Und dann stand erst mal Feiern an. Zurecht stolz wurde der Pokal in Empfang genommen und nach obligatorischem Siegerphoto wurden die ersten Sieges-Schaumküsse vernichtet.

Alles in allem war dieser Tag der sportliche und emotionale Höhepunkt einer zumindest anfangs etwas durchwachsenen U20 Saison. Der unerwartete zwischenzeitliche Abstieg in die Landesliga diente dabei sicherlich als Weckruf nach der so erfolgreichen letzten Saison. Ab diesen Zeitpunkt ging es dann kontinuierlich aufwärts.

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Am vorletzten Spieltag gab es die Rückkehr in die Verbandsliga, die mit einem 3.Platz schon positiv endete und nun mit diesem tollen Erfolg grandios die Spielrunde abschloss. Einmal mehr haben die Vogelstang-Girlies in der nun ältesten nordbadischen Jugendspielklasse gezeigt, welch enormes Potenzial in ihnen steckt. Bleibt an dieser Stelle nur noch einmal zu gratulieren und sich auf eine spektakuläre letzte Jugendsaison dieses Jahrgangs im nächsten Jahr zu freuen.

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