Zum Leben zu wenig …

…, zum Sterben zu viel. So könnte man mit wenigen Worten den Auftritt der Kangaroos in Kaiserslautern beschreiben.

Während sich keine zwei Kilometer Luftlinie entfernt im Stadion auf dem Betzenberg der 1. FC Kaiserlautern und der Hamburger SV gegenüber standen, wollten die Kangaroos mit einem glatten Sieg gegen Feuerball Kaiserslautern die Weichen in Richtung Relegation stellen. Die Vorzeichen waren eigentlich gut: bis auf Leska, die sich mit Rückenproblemen in heimischer „Reha“ auf der Couch befindet (gute Besserung!) war die Mannschaft des SSV in Bestbesetzung in die Pfalz angereist. Und das, obwohl durch die krankheitsbedingte Absage von Mutterstadt von vornherein klar war, dass nur eine Partie zu spielen war.

Den Auftakt gestaltete man bewusst traditionell – für die Kangaroos heißt das, erst einmal die Gegner ins Spiel kommen zu lassen. Die Aufwärmphase reichte bis weit in den zweiten Durchgang. Dann endlich wurden die Spielsituationen klarer, die Abwehr stabiler und die Angriffe effektiver. Besonders von der Außenposition überzeugte unser fliegender Tobi ein ums andere Mal mit guten Aktionen. Fast mühelos wurde der 0:1-Satzrückstand in ein 2:1 umgewandelt. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der vierte in der Tasche wäre. Ganz so leicht wollten es die Kangaroos doch nicht machen – und sie waren „erfolgreich“. Der Schwung war wieder weg und wich dem verkrampften Versuch, doch noch die Partie zu gewinnen.

Es klappte nicht. Der vierte Durchgang ging an die Gastgeber und so trennte man sich ebenso unentschieden wie die Fußballer knapp zwei Kilometer Luftlinie entfernt. Eine solide Leistung beim letzten Spieltag reicht immer noch, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen – lassen wir uns überraschen, welches Gesicht die Kangaroos dann zeigen.

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