SSV mit neuer Satzung

Der SSV Vogelstang hat sich bei seiner diesjährigen Mitgliederversammlung eine neue Satzung gegeben. Ansonsten gab es wenig Spektakuläres.

Wer Zeuge der beiden turbulenten Versammlungen im Jahr 2009 war, musste sich beinahe die Augen reiben, als er die Halle betrat. Gerade einmal 46 stimmberechtigte Mitglieder hatten sich eingefunden, wirkten in der großen Halle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums fast etwas verloren.

Die Tagesordnung war recht schnell abgearbeitet. Der 1. Vorstand konnte auf eine gute Bilanz in der Arbeit der gesamten Vorstandschaft im Jahr 2009 verweisen. Insgesamt ist der Verein dank vieler Aktionen wieder mehr zusammengewachsen, konnte seine Schulden deutlich reduzieren und hat damit offenbar die Kehrtwende geschafft.

In zwei Bereichen sieht der Vorstand dunklere Wolken am Himmel: durch die Bereinigungsaktion, bei der so manche „Karteileiche“ endgültig aus der Mitgliederverwaltung genommen wurde, ist die Zahl der offiziellen Mitglieder drastisch gesunken. Dies führt in 2010 zu geringeren Einnahmen aus den Beiträgen. Zum anderen belasten höhere Kosten bei den städtischen Hallen sowie steigenden Energiekosten die finanzielle Situation. Und das in einer Situation, in der man so gerade die Schuldenfreiheit anpeilen konnte. Dies bestätigte indirekt auch die Kassenwartin, die am Ende erwartungsgemäß entlastet wurde.

Der eigentliche Hauptpunkt des Abends – die Diskussion und Verabschiedung einer neuen Satzung für den SSV Vogelstang – war indes schnell über der Bühne. Es gab fast keinerlei Einwände und kaum Rückfragen. Entsprechend schnell war die Abstimmung mit einer klaren Mehrheit für die neue Satzung über der Bühne.

Bei der anstehenden Wahl eines neuen Kassenprüfers kam es zwar zu einer „Kampfabstimmung“ zwischen den Kandidaten Nadine Cioumourtzis (Volleyball) und Andrea Hangel (Turnen). Doch dank einer kurzen, aber beeindruckenden Ansprache von Nadine („Hallo, mein Name ist …, und ich glaube, ich bin schon vor Berufswegen ein guter Kandidat für den Posten – ich bin von Beruf Wirtschaftsprüfer“ – Raunen im Publikum) war die Wahl zugunsten der Volleyballerin schnell getroffen.

Letztlich längster Tagesordnungspunkt war dann noch die Ehrung der langjährigen Vereinsmitglieder. Bei einem Verein, der im letzten Jahr sein 40-jähriges Bestehen (nicht) gefeiert hat, ist es kein Wunder, dass eine Vielzahl von Mitgliedern nun auch seit eben 40 Jahren im Verein sind. Darunter auch einige von der Volleyball-Abteilung – allerdings hatte nur Thomas Raaymann den Weg in der Halle gefunden, um die Ehrung persönlich entgegen zu nehmen.

So endete die Versammlung ungleich weniger spektakulär. Bis auf den Posten des 1. Vorstandes stellen die Volleyballer nun fast alle Ämter. Bleibt zu hoffen, dass wir Volleyballer für dieses Engagement auch irgendwann belohnt werden.

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