SSV-Teams mit Ausrufezeichen bei der U17

Rekordverdächtige 10 Teams, darunter 3 1/2 SSV-Mannschaften, hatten sich zur U17-Meisterschaft auf der Vogelstang angemeldet. Bei morgens noch angenehmen Temperaturen trafen sich neben den reinen SSV-Teams noch 1 gemischtes Team (SSV/TV Brötzingen) sowie 4 Mannschaften aus Beiertheim, eines aus Bretten und ein gemischtes Team aus Beiertheim/Bretten.

Schon bald nach Beginn des Turniers gingen die Temperaturen merklich nach oben, sodass es auch eine große Frage war, wer mit der drückenden Luft am besten würde umgehen können. Zunächst sah es nach reinen Favoritensiegen aus, doch die an Position 2 gesetzten Hoeger/Slabinski (SSV Vogelstang/TV Brötzingen) unterlagen etwas überraschend dem Brettener Duo Ulinski/Wardelmann, waren dann nach einem ersten Schock als bester Verlierer der ersten Runde doch direkt fürs Viertelfinale qualifiziert und legten anschließend eine beeindruckende Siegesserie bis ins Finale hin.

Das SSV-Team Weniger/Beljakowa erwischte mit Elger/Sandmüller ausgerechnet den absoluten Turnier-Favoriten für die 1. Runde zugeteilt – wie sich schnell herausstellte eine unlösbare Aufgabe. Nach einer glatten Niederlage im Auftaktmatch ging es für die beiden in der „Lucky Looser“-Runde anschließend gegen Calo/Grotherr (SVK Beiertheim). Jetzt zeigten die Beach-Neulinge vom SSV ihr bestes Volleyball und holten sich völlig verdient den 1. Satz mit 21:19. Doch danach lief immer weniger zusammen und vor allem die Aufschläge der Gegner stellte Weniger/Beljakowa immer mehr vor unlösbare Aufgaben. Die Enttäuschung über die 1:2-Niederlage war riesig, wähnte man sich doch so knapp davor, ins Viertelfinale einzuziehen. Dabei gab die gezeigte spielerische Leistung keinen Grund für schlechte Laune. In ihrem erst zweiten Beach-Turnier schlug sich das unerfahrene Team richtig toll und darf mit dem eigenen Auftreten sicher zufrieden sein.

Den direkten Einzug ins Viertelfinale schafften dagegen die beiden anderen SSV-Teams Flüchter/Jacobs und Krieger/Müller – jeweils durch 2:0-Erstrundensiege. Im Viertelfinale traf Müller/Krieger auf Calo/Grotherr – eine harte Nuss, wie sich schnell zeigen sollte. Der erste Satz war umgemein spannend und ging knapp mit 18:21 verloren. In Durchgang 2 lag man gar 5:15 zurück, ehe eine der Gegnerinnen offenbar Probleme mit den hohen Temperaturen hatte. Das Spiel lief dennoch weiter und mit einer Aufholjagd holte man sich Durchgang 2 mit 21:19. Die Gegner mussten daraufhin das Spiel abbrechen – der Einzug ins Halbfinale war damit fix.

Einen ähnlich harten Kampf hatten Flüchter/Jacobs gegen ein weiteres Duo aus Beiertheim – Braunhälter/Issaka – zu bestreiten. Nach einem 18:21 in Satz 1 holten sie Durchgang 2 denkbar knapp mit 22:20, aber ein Sieger konnte bis dahin noch niemand vorhersagen. Der Entscheidungssatz war entsprechend spannend und ging auch fast noch in die Verlängerung. 15:13 für die SSV-Mädchen hieß es am Ende – Halbfinaleinzug geschafft!

Doch dort endete die Reise für beide SSV-Teams. Müller/Krieger zeigten ihr vielleicht bestes Spiel des Tages und forderten dem späteren Meisterteam Elger/Sandmüller zwischenzeitlich alles ab. Vor allem die druckvollen Aufschläge der SSV-Talente sorgten beim Karlsruher Gegner immer wieder für Kopfzerbrechen. Am Ende setzen sich die Beiertheimer – immerhin U18-Vizemeister vom Vortag – mit 21:16 und 21:17 verdient durch.

Flüchter/Jacobs ging es in ihrem Halbfinalspiel nicht viel besser. Vor allem zum Satzende gelang es dem jungen SSV-Team – beide sind eigentlich noch der Altersstufe U15 und haben in der U17 noch zwei Jahre vor sich – immer weniger, das eigene Spiel durchzusetzen, während das Energie-Duo Hoeger/Slabinski gerade da ihren Turbo zündete. Auch da stand am Ende ein verdientes 17:21 und 17:21 aus Sicht von Flüchter/Jacobs.

Im Schwesterduell zweier reiner SSV-Teams im Spiel um Platz 3 wollte die ganz große Spannung nicht aufkommen. Satz 1 plätscherte recht einseitig vor sich hin, ehe im 2. Satz etwas mehr Druck in den Aktionen war. Nachdem Flüchter/Jacobs im 1. Durchgang noch dominiert hatten, lag Müller/Krieger bis weit in den 2. Satz vor. Beim Stand von 14:11 für Müller/Krieger schien es auf einen dritten Satz hinauszulaufen, doch das favorisierte Team Flüchter/Jacobs setzte sich mit 21:16 durch. Platz 3 und 4 damit für die beiden SSV-Mannschaften.

Das Endspiel bot dann nochmal über weite Phasen tolles Jugend-Beachvolleyball mit der Mega-Power Hoeger/Salbinski gegen das toll eingespielte Beachteam Elger/Sandmüller. Hoeger/Slabinski erkämpften sich mit großem Herzen Satz 1 (22:20), gaben dann aber Satz 2 mit 8:21 ab, am Ende behielt das Duo Elger/Sandmüller aus Beiertheim mit 15:13 die Oberhand.

Es begann gerade zu tröpfeln, als die Siegerehrung das Ende des Turniertags einläutete. Die Hitze hatte inzwischen zwei Teams zur Aufgabe gezwungen, dennoch war die Stimmung immer noch gut. Meister und damit qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft in Berlin wurden die Top-Gesetzen Elger/Sandmüller von SVK Beiertheim. Auf Platz 2 beendete Hoeger/Slabinski (SSV Vogelstang/TV Brötzingen) das Turnier und die Bronzemedaille gab es für Flüchter/Jacobs vom SSV. Die anderen SSV-Mannschaften beendeten auf Platz 4 (Müller/Krieger) und Platz 9 (Weniger/Beljakowa) das Turnier – alles in allem ein erfolgreicher Tag für den SSV.


Alle Spiele in der Übersicht

#GruppeMannschaft 1Mannschaft 2BallpunkteSätze
11. RundeElger/SandmüllerBeljakowa/Weniger42:212:0
21. RundeHoeger/SlabinskiUlinski/Wardelmann44:391:2
31. RundeFlüchter/JacobsAhrens/Orsolic42:212:0
41. RundeCalo/GrotherrBraunhälter/Issaka25:420:2
51. RundeKrieger/MüllerAbel/Scholer42:372:0
6Lucky LooserCalo/GrotherrBeljakowa/Weniger55:372:1
7Lucky LooserAbel/ScholerAhrens/Orsolic0:420;2
8ViertelfinaleElger/SandmüllerUlinski/Wardelmann42:302:0
9ViertelfinaleHoeger/SlabinskiAhrens/Orsolic42:192:0
10ViertelfinaleFlüchter/JacobsBraunhälter/Issaka56:532:1
11ViertelfinaleCalo/GrotherrKrieger/Müller40:601:2
12HalbfinaleElger/SandmüllerKrieger/Müller42:332:0
13HalbfinaleHoeger/SlabinskiFlüchter/Jacobs42:342:0
14Spiel um Platz 3Flüchter/JacobsKrieger/Müller42:272:0
FinaleElger/SandmüllerHoeger/Slabinski56:432:1

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