Hamburg 2019 – „Liveticker“

Nachtrag: Aufgrund eines Fehlers bei der Ergebnisübertragung wurde das Abschlussklassement ein letztes Mal geändert – mit der Folge, dass der SSV den 14. Platz einnimmt und damit dann doch die bestplatzierte Mannschaft Nordbadens stellt.

Tag 4 – Finaltag und Heimfahrt

0:45 Uhr – Die Bahn hatte tatsächlich nur 2 Minuten Verspätung und unser Abholdienst hat uns gerade eben zu Hause abgeliefert. Ein großes Abenteuer ist damit vorbei. Schön war’s. Gute Nacht!

23 Uhr – Die Deutsche Bahn hat zumindest ein Teil ihres Rufes wieder bereinigt und uns „pünktlich wie die Bahn“ nach Frankfurt gebracht. Der RegionalExpress hat gewissermaßen auf uns gewartet. Um viertel nach Elf beginnt unsere Tingeltour nach Mannheim.

19 Uhr – Zu unserer Überraschung fährt unser ICE pünktlich in den Bahnhof ein. Die Platzsuche gestaltet sich anfangs etwas schwierig, aber nach ein paar Minuten sitzen alle. Der Zug ist nicht ganz so voll wie der ICE auf dem Hinweg, aber in dem sind wir ja ohnehin nicht lange gefahren. Die Mädchen arbeiten inzwischen ihren Smartphone-Entzug ab – kostemlosen WLAN in ICE‘s sei dank. Im Zug wurden schon die Heidelberger Jungs gesichtet, die anderen bekannten Mädchen-Teams aus Stuttgart, Flacht, Beiertheim und Kirchzarten sind schon in Zügen vor uns unterwegs. Um 23 Uhr wird es nochmal spannend, ob wir den Anschlusszug in Frankfurt erwischen.

17:45 Uhr – Die Fahrt zum Bahnhof war erwartungsgemäß kurz und schmerzlos, sodass wir noch genügend Zeit hatten, uns in einem angesagten Bio-Vollwert-ökologisch wertvoll-Nachhaltig-und-Fairtrade-Restaurant am Bahnhof für die Heimreise zu stärken.

15:45 Uhr – Die Nationalhymne ist gespielt. So langsam endet die Veranstaltung. Die Mädchen gehen jetzt erst einmal in Ruhe duschen. Unser Zug geht erst um 19 Uhr – genug Zeit, um ganz stressfrei den Turniertag austrudeln zu lassen. Es war – trotz aller Kritik – natürlich wieder ein großes Erlebnis, bei einer so großen Meisterschaft dabei gewesen zu sein. Natürlich bleibt das Gefühl, mit etwas mehr Fortune am ersten Tag sogar den Sprung nach weiter vorne hätte schaffen können. Der 2. Turniertag war sicher enttäuschend, dafür haben sich die Mädels am Ende nochmal so richtig gesteigert. Eine abschließende Bilanz folgt …

Kurz vor 15 Uhr – Die Siegerehrung beginnt. Die Teilnehmer versammeln sich hinter den jeweiligen Flaggen ihrer Bundesländer. Baden-Württemberg ist das mit Abstand am stärksten vertretene Bundesland. Im Countdown der Teams kommt der SSV an 15. Position – immerhin vor den Teams aus Leipzig und Kirchzarten. Beiertheim konnte durch einen Sieg gegen Kirchzarten sich vor dem SSV halten und wurde 14. Sieger und damit deutscher Meister wurde fast erwartungsgemäß das Team vom FTSV Straubing.

Was staunten da einige nicht schlecht, als während des Endspiels ein langer Schlacks plötzlich unter den Zuschauern stand. Ein zweiter Blick bestätigte es: der frisch gekürte Vize-Weltmeister Julius Thole war gekommen – auch um die Siegerehrung später zu begleiten.

Kurz nach 13 Uhr – Die Wiederauflage von der nordbadischen Meisterschaft wird ausgespielt: SSV gegen SVK Beiertheim. Da haben wir ja noch eine Rechnung offen. Das spürte man den Mädels von der ersten Sekunde an. In beiden 2-gegen-2-Spielen war der SSV obenauf und zeigte auch keine Spur von Nervosität. 21:15 und 21:12 gingen die Spiele an den SSV – Revanche geglückt. Das abschließende 4-gegen-4 wurde zwar knapp verloren, aber das macht nichts. Mal sehen, wo wir damit im Gesamtergebnis landen.

10:30 Uhr – Der Himmel ist dunkelgrau, 14-15 Grad, es nieselt immer wieder leicht – echtes Hamburger Schiet-Wetter. Und jetzt soll für den SSV der erste Sieg her? Gegen körperlich überlegene Leipziger wird das keine leichte Aufgabe. Das erste 2er-Team (wir nennen keine Namen) scheint noch unter der Bettdecke zu sein – anders lässt sich die schläfrige Vorstellung kaum erklären. Dann muss als das zweite 2er-Team (wieder keine Namen) jetzt endlich ihr erstes Spiel gewinnen. Sie sind gleich im Spiel und liegen schnell mit 7 Punkten vorn. Zur Satzmitte ist der Spielstand dann ausgeglichen – das wird spannend! Eine strittige Entscheidung des Schiedsgerichts zugunsten des SSV kommt zur rechten Zeit. Was für ein Jubel: das erste 2-gegen-2 mit 21:16 gewonnen. Jetzt auch mal das 4-gegen-4 gewinnen? Auch der Satz bleibt umkämpft, aber die Mädels sind jetzt „heißt“ (sofern man das bei den Außentemperaturen sein kann) – die Stimmung stimmt. Das Spiel ist äußerst ansehnlich, von beiden Teams. Der größere Wille entscheidet es letztlich und zwar endlich einmal FÜR den SSV. 25:20 und damit der ersehnte Sieg im vorletzten Spiel!! Man muss nur in die Augen aller schauen, um zu erkennen, wie gut das getan hat und wie wichtig es auch ist, endlich mal eine Partie durchgespielt zu haben. Jetzt gleich Schiedsgericht und dann auf zum letzten Spiel – die Wiederholung der nordbadischen Meisterschaft gegen SVK Beiertheim!

Kurz nach neun – Die Mannschaft trifft ein letztes Mal bei den Beachfeldern ein. Als wir ankommen, „toben“ die beiden Halbfinals gerade: Straubing schlägt Münster, gegen die sie in der Vorrunde noch unterlegen waren und auf dem anderen Feld schafft Freiburg die kleine Sensation gegen Lerte und zieht ins Finale ein.

7:00 Uhr – Das letzte Frühstück auf dem Hotelzimmer, danach heißt es: Koffer packen und „Tschüss Hotel“. Als wir das Hotel verlassen, begrüßt und Hamburger Klischee-Wetter: 14 Grad, leichter Regen, dunkel verhangener Himmel – eigentlich kein Wetter fürs Beachvolleyball.

Tag 3 – Der Turniertag mit dem Regenguss

22:30 Uhr – Alle sind geduscht. Jetzt noch eine kurze Lagebesprechung. Wie ist die Stimmung? Was lief gut, was nicht so gut? Was will man am letzten Tag besser machen? Vor allem die teils „unterkühlte“ Stimmung im 4er-Team will man angehen – keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass drei Niederlagen im entscheidenden 4-gegen-4 erlitten wurden und man immer auch eine realistische Chance auf einen Sieg hatte. Das erste Spiel morgen ist gegen 10:30 Uhr geplant. Gegner sind dann die L.E. Volleys (Leipzig) und nach einem Spiel Pause dann das Duell gegen Beiertheim.

20 Uhr – Simone hat vom Thai unweit der Anlage Berge von Nudeln mit Hühnchen organisiert. Das verspeist das Team noch an den Beach-Feldern und lässt es sich trotz sinkender Temparaturen nicht nehmen, die Stuttgarter in ihrem immer noch laufenden Spiel bis kurz nach halb neun zu unterstützen – heute waren wir wieder sportliche 11 Stunden dort. Jetzt nur noch zurück ins warme Hotel!

18:40 Uhr – Das zweite und gleichzeitig letzte Spiel beginnt. Der Gegner kommt aus dem bayrischen Neutraubling. Beim ersten 2er-Spiel wird es schon wieder spannend. Denn der Aufschlag will nicht so recht klappen und mit insgesamt fünf Aufschlagsfehlern wird es einfach schwierig. Zum Satzende kommt dann noch eine Fehlentscheidung des Schiedsgerichts dazu, dass einen Aufschlag der Gegner nicht im Aus gesehen hat. Jedenfalls endet das Spiel mit 19:21. Dann muss es eben das zweite 2er-Team herausreißen. Selbst eine 12:8-Führung reicht leider auch dieses Mal nicht. Die Annahme ist oft zu ungenau und damit fehlt der Druck auf den Gegner. Damit war die Begegnung im Grunde genommen schon verloren. Im abschließenden 4-gegen-4 war die Luft dann leider draußen. Es wehte auch ein eisiger Wind und das passte zum Spiel. Nicht gerade ansehnlich…

15:30 Uhr – Zuerst denken alle, das zieht vorbei, aber dann ist es da: ein Unwetter/Gewitter. Es regnet wie aus Kübeln, die Spiele sind sofort unterbrochen. Unter den Zelten, die der Ausrichter aufgebaut hat, zwängen sich SpielerInnen, Trainer und Eltern aufeinander. Die Wiese, auf der die Zelte stehen, erreichen dann irgendwann die Grenze ihres Aufnahmevermögens, bis fast überall das Wasser steht. Erst nach gut einer Dreiviertel Stunde ist das Schauspiel vorbei. Ein Spielfeld steht noch unter Wasser, aber dank einiger Helfer können die Spiele schnell wieder anlaufen. Die warmen Temperaturen sind allerdings vorbei, ein kühler/kalter Wind fegt über die Anlage.

14 Uhr – Die Sonne brennt ziemlich vom Himmel. Zwar sind immer ein paar Wolken da, aber man spürt, wie des drückt. Auf den Felder hat sich das nächste „Drama“ aus SSV-Sicht ereignet. Eigentlich sah alles sehr entspannt aus, nachdem der SSV das erste Zwei-gegen-Zwei locker für sich entschieden hatte. Im zweiten Spiel hatte man auch alle Chancen in eigenen Händen. Aber die Kirchzartener spielten ihr Spiel sehr geschickt durch, während das SSV-Team immer öfter die Annahmen direkt auf die andere Seite spielten und Kirchzarten zum Punkten einludt. Am Ende hieß es 22:24. Dann also wieder in den 4-gegen-4-Entscheidungssatz. Aber da merkte man von der ersten Minute an, dass der letzte Mut fehlte. Eigentlich hatte man ja die besseren Einzelspieler in den eigenen Reihen, dennoch entwickelte sich ein wahrer Krimi: der Satz ging wieder in die Verlängerung, aber es soll nicht sein. 26:28 hieß es am Ende – diese Niederlage war die bisher Unnötigste überhaupt, hatte man doch wirklich selbst massiv dafür gesorgt, dass es so gekommen ist. „Krone richten und aufstehen“ – das wäre jetzt angesagt. Zum Glück gibt es jetzt Essen und danach sieht die Welt ja vielleicht wieder besser aus.

12:50 Uhr – Mit reichlich Verspätung startet der SSV endlich in den 2. Turniertag. Dort geht es gegen „alte“ Bekannte – SV Kirchzarten.

Hört man sich im Kreis der teilnehmenden Mannschaften so um, hört man doch leider jede Menge Kritik am Rahmen, der hier für eine Deutsche Meisterschaft geboten wird. Natürlich kennt keiner die Hintergründe für die Ausrichtung. Aber klar ist auch: eine deutsche Meisterschaft hätte einen anderen Rahmen verdient gehabt. Das fängt beim Durcheinander zum Spielplan statt, der in den letzten zwei Tagen vor dem Turnier gefühlt 5 Mal verändert wurde und jetzt heute nochmal per Mehrheitsbeschluss der Mannschaften.

Fragen muss man sich allerdings auch, wieso man die Veranstaltung überhaupt auf Feldern austrägt, wo nichts im Umfeld geboten ist. Selbst für das Duschen müssen die Spielerinnen Geld bezahlen und drei „Dixie“-Klos sind zwar besser als nichts, aber nach zwei Tagen eben auch nicht mehr wirklich angenehm.

Schade auch, dass die offizielle Begrüßung eher informellen Charakter hatte – kein Einlauf der Mannschaften, keine Musik, keine Hymne. Eine Sprecherin des Hamburger Volleyball Verbands machte immerhin klar, dass man diese Ausrichtung unter schlechten Rahmenbedingungen übernommen hatte und lobte das junge Ausrichterteam.

Dass man im jungen U15-Beach-Wettbewerb noch immer am Suchen nach der besten Turnier-/Spielform ist, kann einerseits entschuldigt werden. Die dazugehörige Kommunikation ist allerdings katastrophal, wenn im Kreise der Trainer teilweise fundamentale Regelfragen nicht klar waren und selbst die anwesende DVJ-Vertreterin sich nicht als regelfest erwies. Da fahren 35 Teams aus ganz Deutschland teilweise unter immensen Kosten auf die deutsche Meisterschaft und dann mutet das alles – man muss es leider so sagen – an vielen Stellen wie eine Amateur-Veranstaltung.

Natürlich geht es im Kern um das Spielen und das macht den Mädchen (und Jungs) immer Spaß. Aber so eine deutsche Meisterschaft – das muss man einfach sagen – hätte wahrlich einen angemesseneren Rahmen verdient.

11:45 Uhr – Der Spielplan wird langsam etwas klarer. Für heute sind wir um 12 Uhr gegen Kirchzarten eingeteilt (wobei die Spiele zeitlich etwas hinterher hinken), danach haben wir drei Spiele Pause und stehen dann im letzten Spiel des Tages gegen Neutraubling (Bayern) auf den Beach-Felder. Die Begegnungen gegen L.E. Volleys (Leipzig) und SVK Beiertheim finden dann am morgigen Finaltag statt.

10 Uhr – Die Turnierleitung bittet zur Besprechung. Ein Vorschlag liegt auf dem Tisch, den Spielplan abzuändern. Nach dem ursprünglichen Spielplan hätte es passieren können, dass eine Mannschaft am Finaltag kein Spiel mehr zu bestreiten hat – das hätte also auch uns betreffen können. Die fünf beteiligten Trainer stimmen der Idee also zu, aus den fünf Mannschaften eine 5er-Gruppe zu bilden und im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ spielen zu lassen. So hat jedes Team noch vier Spiele … und ganz sicher morgen auch noch eines. In unserer Gruppe treffen wir auf Kirchzarten, Leipzig, Neutraubling und Beiertheim.

Kurz nach halb 10 Uhr – Wir treffen an den Beachfeldern ein. Die ersten Spiele laufen bereits. Straubing holt sich den Sieg gegen Brandenburg – das war schon Lospech, die ausgerechnet im Überkreuz-Vergleich gestern Abend zu bekommen.

7:30 Uhr – Zumindest in einem der beiden Zimmer geht der Wecker. Schließlich sind wir um 8 Uhr zum Frühstücken verabredet. Alle sehen zumindest ausgeschlafen aus … und voller Tatendrang für das Turnier.

Tag 2 – Der erste Turniertag

22:30 Uhr – Die Meute kehrt ins Hotel zurück. Die Fahrt mit der U-Bahn ist nun schon zu einem gewohnten „Nach-Hause-Weg“ geworden. Einige sprühen noch vor Energie, während andere sich auf ihr Bett freuen. Morgen müssen wir erst um 10 Uhr bei der Feldern sein und ein Schiedsgericht stellen; d.h. eine Stunde später aufstehen als heute. Gute Nacht!

21:15 Uhr – Kurzbesichtigung von Rathaus und Jungfernstieg. Auf der Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen stoßen wir auf ein Subway‘s – es wird eine lustige Runde.

19:30 Uhr – Nach einem Zwischenstopp im Supermarkt kehrt die Mannschaft ins Hotel zurück. Inzwischen haben alle ihre Leistungen ein wenig besser eingeschätzt – und man freut sich schon wieder auf die Spiele morgen. Jetzt duschen und danach noch Essen.

18:40 Uhr – Die Bilanz aus drei Niederlagen in drei Spielen liest sich schlechter als sie ist. Ja, die Niederlagen sind so geschehen, aber vor allem in den ersten beiden Spielen hat dem SSV-Team nur eine Spur zu seinem Sieg gefehlt. Mit dem Pech des Überkreuz-Gegners aus Straubing zusammen geht so etwas einfach schnell. Man muss natürlich auch zugestehen, dass man hier bei der Dt. Meisterschaft sind und es hier so etwas wie leichte Gegner nicht gibt. Die Mädels haben die Farben des SSV hervorragend repräsentiert und morgen geht es ja weiter.

17:30 Uhr – Das letzte Spiel des Tages steht an. Im Überkreuz-Spiel geht es gegen den bayrischen Meister vom FTSV Straubing. Die hatten etwas sensationell ihre Vorrundengruppe nicht gewonnen. Das würde ein schwerer Brocken werden. Den Verlauf dieser Begegnung hüllen wir an dieser Stelle in Schweigen. Straubing war in allen Belangen überlegen. Das war schon eine heftige Lektion für das junge SSV-Team.

14:45 Uhr – Als hätte man eine Kopie des ersten Matches heute morgen gemacht, so ähnelte der Verlauf in Spiel 2 gegen PTSV Aachen dem gegen Stuttgart. Das Duo Lenja/Julia gewann mit starkem Spiel mit 21:18, danach unterlag Amelie/Tessi trotz teilweise klasse Niveau ihr Match. Kuriose Situation dann im 4-gegen-4: Tessi wollte einen Ball retten, stolperte über die Spannseile der Netzanlage und brachte alles zum Kollabieren. Das Netz war nach einer technischen Auszeit schnell wieder aufgebaut, was blieb, war ein aufgeschürftes Schienbein bei Tessi. Daran alleine lag es nicht, dass die SSV-Mädchen die Ordnung verloren und den Gegnern immer wieder ohne Block Punkte schenkten. Jetzt muss man eigentlich beim Überkreuz-Spiel später gegen einen anderen Gruppenzweiten schon gewinnen…

12:40 Uhr – Was für ein Drama in der Partie gegen MTV Stuttgart. Im ersten Spiel überzeugte das Duo Julia/Lenja auf ganzer Linie und holte für den SSV den ersten Punkt. Für Tessi/Amelie war nun die Frage: den Sieg komplett machen oder den Ausgleich hinnehmen? Es war ein tolles Match gegen das stärkere der MTV-Teams – allerdings mit dem besseren Ende für Stuttgart. Ein Herzschlagfinale gab es dann im abschließenden 4-gegen-4. Der SSV war bis weit in den Satz hin deutlich die bessere Mannschaft, lag gar 19:14, ehe ein Bruch ins Spiel des SSV kam. Stuttgart holte Punkt um Punkt auf und gewann in einem nervenaufreibenden Spiel am Ende mit 25:21 – was für ein geiles Spiel! Jetzt muss später eben der Sieg gegen Aachen her. Leicht wird das aber auch in keinem Fall… denn auch die mussten sich in ihrem 1. Spiel am morgen gegen Stuttgart erst im 4-gegen-4 knapp geschlagen geben.

9:30 Uhr – Der SSV pfeift inzwischen die Partie zwischen Stuttgart und Aachen. Der Regen nach aufgehört. Das 1. Spiel für den SSV ist erst um 11 Uhr angesetzt.

9:10 Uhr – Eigentlich sollten die ersten Spiele des Tages schon laufen, aber es regnet in Strömen. Alle SpielerInnen haben sich unter die Zelte zurückgezogen. Von der Turnierleitung kommt die Anweisung, dass in 10 Minuten mit dem Spielen begonnen wird. Scheinbar wurde der Spielplan ein weiteres Mal geändert und wir sind wieder in der Vorrundengruppe mit Stuttgart und Aachen – so wie im Spielplan vor 2 Tagen. Das wirkt alles doch leider äußerst schlecht organisiert. Jede Verbandsmeisterschaft hat da mehr Struktur.

8:10 Uhr – Die Mannschaft verlässt das Hotel. Keine 20 Minuten mit U- und S-Bahn – dann sind wir schon da. Auf dem Weg zu den Feldern zieht es immer mehr zu.

6:30 Uhr – Der Wecker geht. Eine geruhsame Nacht liegt hinter allen.

Tag 1 – Anreise

21:45 Uhr – Die Zimmer sind nicht groß, aber völlig ausreichend. Alle sind inzwischen frisch geduscht und „bettfertig“. Bald ist dann Bettruhe angesagt. Es war dann doch ein langer und anstrengender Tag für alle. Man nennt das wohl „Reisestrapazen“ – jetzt spüren sie alle. Gute Nacht vom Ticker!

Der Plan für morgen: nach dem Frühstück geht es zu den Beach-Feldern, wo wir um 9:00 Uhr als Schiedsgericht gefordert sind. Ab 11:00 Uhr ist dann die erste Partie angesetzt – gegen die top-gesetzte Mannschaft VC Blau-Weiß Brandenburg. Nach einem Spiel Pause geht es dann ab 13:00 Uhr gegen das bayrische Team von TSV Wacker 50 Neutraubling. Der weitere Plan hängt dann vom Abschneiden in dieser Vorrunde ab.

20:45 Uhr – Endlich Ankunft im Hotel. In der Lobby ist noch die Hölle los, gerade ist ein Reisebus angekommen. Die Formalitäten sind schnell abgewickelt. Jetzt nur noch auf die Zimmer und schnell unter die Dusche!

20:10 Uhr – Jetzt noch zur S-Bahn und das Hotel suchen. Einmal umsteigen, dann noch 4 Minuten laufen – perfekte Lage also!

Kurz nach 19:00 Uhr – wir verlassen schon die Beach-Felder, es nieselt unangenehm. Um die Ecke der Felder entdecken wir einen Pizza-Laden und kehren dort ein. Jetzt sind doch alle sehr hungrig. Für kurze Zeit wird es sogar still am Tisch. Dann gehts weiter in Richtung Hotel.

18:40 Uhr – Offenbar hat die DVJ in letzter Minute die Ansetzung verändert, sodass der SSV die Vorrundengruppe gewechselt hat: nun spielt man mit VC Blau-Weiß Brandenburg (an 1 gesetzt) sowie TSV Wacker 50 Neutraubling (Setzposition 13). Per Mehrheitsbeschluss wurde der Turnierbeginn von 8 auf 9 Uhr verlegt. Die genauen Paarungen für den SSV und die Spielfolge kommt später.

18:15 Uhr – Begrüßung aller Teams durch den Ausrichter. Offenbar war es eine größere Herausforderung, die Veranstaltung zu organisieren, da die Anlage keinem Verein gehört und insofern alle Ausrüstung antransportiert werden musste. Jetzt noch das „Technical Meeting“ und dann ab ins Hotel.

17:15 Uhr – eine leichte Trainingseinheit liegt hinter der Mannschaft. Neben einer leichten Schürfung am Knie und einer leicht schmerzenden Leiste bei Tessi geht es allen immer noch gut. Erst um 18:30 Uhr geht das Programm mit der offiziellen Begrüßung und anschließendem „Technical Meeting“ weiter. Die Wolken werden immer dunkler, die ersten Tropfen fallen vom Himmel…

15:50 Uhr – Ankunft an den Beach-Feldern. Vom Bahnhof Harburg war es nur eine S-Bahn-Station zu fahren, danach noch ein kleiner Spaziergang in den „Inselpark“. 8 Felder sind hier aufgebaut, daneben ein paar Zelte als Unterstand. Nach dieser Fahrt freuen sich jetzt alle auf Bewegung.

13:10 Uhr – eine mutige Mitarbeiterin der Deutschen Bahn kämpft sich durch die Menschenmassen im Zug und verteilt Wasser. Immerhin eine neue Information: mit der Ankunft in HH wird kurz nach halb 4 gerechnet. Wenn wir direkt zu den Beach-Plätzen fahren, könnten wir so eventuell sogar noch unsere Trainingszeit 16-17 Uhr nutzen. Die Stimmung ist weiter gut.

11:44 Uhr – Inzwischen mussten wir den Zug verlassen und am Bahnhof „Frankfurt Süd“ mit unzähligen anderen Gestrandeten auf einen Ersatzzug warten. Dann fährt am Nebengleis ein Zug ein und ein Strom von Menschen versucht, einen der Plätze zu ergattern. Nicht allen gelingt es, aber vom SSV schaffen es alle. Dass die Sitzplätze nicht reichen, ist da das kleinste Übel. Angeblich bringt der Zug uns direkt nach Hamburg. Wir sind gespannt.

11:03 Uhr – Durchsage: „Wir können leider unsere Fahrt in Richtung Kassel nicht fortsetzen und fahren deshalb zurück nach Frankfurt. Dort kommt in ca. 20 Minuten ein Ersatzzug nach Hamburg.“. Das kann ja noch lustig werden!

Kurz nach 10 Uhr – der Zug bleibt auf offenem Gleis kurz hinter Frankfurt stehen. Ein technischer Defekt verhindert die Weiterfahrt. Keiner weiß, wie und wann es weitergeht.

Im Zug sind neben dem SSV auch viele andere Mannschaften aus dem Süden: wir treffen die Teams aus Freiburg, Flacht und Beiertheim.

9:16 Uhr – Der Zug rollt an. Hat es Simone noch in den Zug geschafft, konnte ihr Manu das Handy noch bringen? Es war eine Sache von Sekunden – es hat geklappt. Alle sind im Zug.

8:15 Uhr – Pünktliche Abfahrt am Treffpunkt. Auf der Fahrt fällt SImone auf, dass sie ihr Handy zu Hause vergessen hat. Manu schlägt vor, alle am Bahnhof abzusetzen und das Handy dann abzuholen und an den Bahnhof zu bringen.

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