Outer Space

Gehetzt sah sich die junge Dame um. War sie in Sicherheit, oder lauerten hinter der nächsten Ecke die unbarmherzigen Verfolger. Doch es blieb keine Zeit, sich zu erholen. Weiter und weiter ging die wilde Flucht. Doch gleichzeitig war sie nicht nur Gejagte, sondern auch Jägerin. Und dies mit geschmeidigem Geschick. Ihre Beute war nicht zu beneiden, im ewigen Spiel zwischen Vorsicht und Risiko.

Lasertag_Frankenthal.jpg

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Blau, Pink, Gelb…und das Ganze in einem surrealen Ambiente. Dies waren die prägenden Eindrücke, die den 17 Mitgliedern der Exkursion „Lasertag“ wohl noch einige Zeit in adrenalingeladener Erinnerung bleiben werden. Als vorweihnachtliche Alternative zum Training brachen die Damenmannschaften 1 und 2 an diesem kalten Abend auf, um neues Terrain zu erkunden und sich in mannschaftlichem Strategiespiel zu beweisen. Die „World-of-Laser“ in Frankenthal war das Ziel und so traf man sich gegen 19:30 Uhr in einem erstaunlich vernebelten Empfangsbereich in gespannter Vorfreude. Nachdem die ziemlich verschwitzte Vorgruppe (es zeichneten sich erste Fragezeichen in den Gesichtern ab, war es in den Räumlichkeiten doch eher kühl???) das Areal verlassen hatte, begann die Einführungsveranstaltung der Spielinstruktorin. Gut geschult begab man sich nun in die erste Spielrunde – 3 Teams, jeweils in den genannten Farben, traten gegeneinander mit dem Ziel an, durch Laser-Treffer auf den Spielwesten möglichst viele Punkte zu ergattern.

15 Minuten später kam man schwer schnaufend zur Bestandsaufnahme. Wer hatte die meisten Punkte erreicht, wer hatte „Optimierungsbedarf“. Unabhängig vom individuellen Ergebnis – kalt war niemandem mehr.

Und schon ging es in die zweite Runde. Veränderte Team, gleiche Zielsetzung. Vertrauter mit dem Spielarreal, zwei unterschiedlichen Hallen, vollgestellt mit Hindernissen und Deckungsmöglichkeiten aller Art, war nun schon zu merken, dass strategische Optionen stärker zum Tragen kamen. Was blieb war der hohe Bewegungsanteil – war doch Verharren gleichbedeutend mit der steigenden Gefahr, getaggt, also mit dem Laser getroffen zu werden. Und auch hier wieder, 15 Minuten waren schnell vorbei, gleichzeitig aber dennoch kräftezehrend.

Erneut Auswertung und wieder ab in die dritte Runde. Diesmal im Dunkeln, die wenigen vorhandenen Lichter wurden ausgeschaltet. Nur mit persönlichem Strahler am eigenen Markierer (= „Laserwaffe“) bekam das Spiel eine neue Prägung. Was blieb, war die differenzierter werdenden taktischen Vorgehensweisen, die sich von „Mannschaftsstrategie“, über „Offense-Defense-Methodik“ bis zu „Individual-Harakiri“ erstreckten.

Am Ende dieser letzten Runde holte jeder noch einmal alles heraus, was der battle-geschundene Körper noch herzugeben bereit war. Und ein letztes Mal traf man sich im Scoring Room, um den Lohn der Bemühungen in Augenschein zu nehmen.

Zu viel Raum soll an dieser Stelle den Ergebnissen zwar nicht eingeräumt werden, jedoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Abend von einer Schildmaid besonderer Heldenhaftigkeit dominiert wurde. Und so geht der Lorbeerkranz in Gold an Space-Jungfer „Lara“, die in beispielhafter Weise die Tugenden der Erfahrung, sowie die Unbekümmertheit der Jugend in ihrem Handeln vereinte und mit grandiosen 13275 Punkten den Abend beendete. Zweiter Platz, und somit das Silberne Geweih des Milchstraßen-Elches, geht an Knappe „Volker“, der 11650 Punkte erreichte. Den Bronzenen Andromeda-Kerzenständer für den dritten Platz erhielt Pluto-Warlord „Andy“ mit grazilen 10750 Punkten.

Doch was vor allem bleibt von diesem Abend, war die Begeisterung und der Spaß, die alle in der nebelgeschwängerten und von Lichtblitzen durchzuckten Halle erlebten. Eine großartige Abwechslung zum Training und sicherlich nicht das letzte Mal, dass der SSV dieser Freizeitvariante in Blau, Pink und Gelb nachgeht.

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