Zwei Spiele, zwei Siege

Die Bilanz könnte sich fast nicht besser lesen: zwei Siege beim Heimspieltag zum Saisonauftakt der 2. Damen.

Man konnte es förmlich spüren, als man vor Beginn des Spieltags in die Halle kam – die Zeit der Vorbereitung war nun endlich vorbei. Das neu Erlernte sollte, ja musste nun in der Praxis umgesetzt werden und das Ziel war klar: es sollten nicht weniger als zwei glatte Siege her.

Doch dem hatte der Spielplan unsere Freunde von der SG Hohensachsen als erste Hürde entgegengestellt. Denn so sympathisch die Gegner auch sein mögen: auf dem Spielfeld waren es in den vergangenen Jahren immer enge Partien auf Augenhöhe.

Der SSV kam gut ins Spiel. Das neue taktische System schien zu funktionieren. Doch noch wichtiger als das Spielsystem erwiesen sich die Aufschläge als ausschlaggebender Faktor für den Erfolg. Wahre Aufschlagsserien von Lena in Durchgang 1, von Anas und Sandy im dritten und fünften Durchgang brachten den SSV jeweils auf die Siegerstraße. Dazwischen setzten immer wieder gelungene Angriffsaktionen weitere Glanzpunkte.

Doch jedes Mal, wenn man sich auf der Siegerstraße wähnte, war von einem zum nächsten Moment von der Herrlichkeit nichts mehr zu spüren. Stattdessen wirkten in diesen Phasen einige Akteure gehemmt und mutlos. So schnell der Mut verloren war, wechselte sich das Geschehen im nächsten Satz wieder: nach einem 25:19 mit darauffolgenden 18:25, dem 25:23 in Satz 3 und einem erschreckenden 14:25 in Satz 4 hätte man kaum einen Tipp abgeben können, wohin die Reise im Entscheidungssatz gehen würde.

Wieder waren es die Aufschläge, die den Unterschied machten. Schnell lag man deutlich vorn und sobald der Spielstand derart positiv war, gelangen auch echte Spielaktionen. Das 15:3 im letzten Satz war insofern sicherlich eine Spur zu hoch, dennoch nicht weniger verdient. Über die gesamte Spieldauer hatte der SSV die Vorteile auf seiner Seite.

Und wenn sonst ein derart hart umkämpfter Sieg überschwänglich gefeiert wird, spürte man am leicht gedämpften Jubel der Mannschaft, dass trotz des Siegs noch viel Luft nach oben geblieben war. Erfreulich bleibt anzumerken, dass Außenangreiferin Lisa fast sechs Monate nach ihrer Verletzung mit anschließender Op ihren ersten Kurzeinsatz feierte.

Gegen die SG Ketsch-Brühl wollte man mit noch mehr Konzentration und mannschaftlicher Geschlossenheit endlich den ersten Drei einfahren – für das 3:2 gegen Hohensachsen gab es nach der neuen Punktwertung schließlich nur 2:1 Punkte.

Der SSV dominierte von Anfang an die Partie. Abermals waren die Aufschläge Hauptwaffe Nummer eins, doch auch spielerisch konnte der Gegner dem SSV nur wenig entgegensetzen. Dass die Sätze dennoch relativ ausgeglichen verliefen, war insofern einerseits ärgerlich, aber andererseits auch verständlich. Am Ende stand ein nie gefährdeter 3:0-Erfolg, in dessen Verlauf unser neustes „Küken“ Jule über 1 1/2 Sätze ihren erfolgreichen Einstand feierte.

Was diese Ergebnisse wert sind und wo man sich mit diesem Leistungsstand am Ende in der Tabelle einfindet, ist nicht abzusehen. Klar ist jedoch, dass der Abstand zwischen Trainings- und Spielleistung noch sehr groß ist. Das neue Spielsystem scheint in weiten Zügen zu passen. Nun bleiben zwei Wochen Zeit, um bis zur Auswärtspartie am 20.10. in Heiligkreuzsteinach weiter an der Formkurve zu feilen.

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