U16 mit Bravour

Mit dem Gewinn des Bezirkspokals Ende Februar hatte sich die U16 auch zum Verbandspokal qualifiziert. Dort musste man gegen die Großen Nordbadens bestehen.

Große Aufregung herrschte bereits in den Wochen vor dem Pokalspieltag. Denn vier Spielerinnen der U16 sollten gleichzeitig zum Pokal auch im entscheidenden Spiel um den Aufstieg der 2. Damen auflaufen – ein Ding der Unmöglichkeit, da der Pokal in Bretten und der Spieltag der 2. Damen auf der Vogelstang stattfinden sollte.

Durch eine glückliche Fügung löste sich das Problem dann: der vorgesehene Ausrichter des Verbandspokals Bretten musste zurückziehen, sodass kurzfristig ein neuer Ausrichter gesucht wurde. Die Bertha-Benz-Halle (Ma-Neckarstadt) war noch frei und so wurden kurzerhand Pokal und Damenspieltag dorthin verlegt.

Bis auf den Nordbadischen Meister vom SVK Beiertheim, der den NVJ nun auf der Süddeutschen Meisterschaft vertritt, stand das U16-Who-is-Who Nordbadens im Spielplan des Pokalturniers.

Für den SSV stand gleich im ersten Spiel mit dem starken TV Bühl ein dicker Brocken als erster Prüfstein auf dem Programm. Doch davon ließ man sich zunächst nicht beeindrucken und spielte forsch mit. Das druckvolle Spiel der Bühler, die immerhin eine BaWü-Auswahlspielerin in ihren Reihen hatten, zeigte dann aber nach und nach seine Wirkung. Nur noch phasenweise konnte der SSV diesem Druck standhalten. Die SSV-Mädchen spielten dennoch ein tolles Spiel und verkauften sich trotz des zahlenmäßig deutlichen 0:2 so teuer wie möglich.

Da auch die Östringer ihr Auftaktmatch gegen Bühl klar verloren hatten, fiel im letzten Spiel der Vorrunde zwischen dem SSV und Östringen die Entscheidung, wer noch den Sprung ins Halbfinale schaffen würde. Von Nervosität trotzdem keine Spur. Der SSV spielte diese Partie hochkonzentriert und souverän durch, kontrollierte Ball und Gegner fast nach Belieben und gewann mit 25:12 und 25:15 auch in dieser Höhe hochverdient das Match. Halbfinale, wir kommen und wir haben nichts zu verlieren!

Der Gruppensieger der zweiten Vorrundengruppe TV Brötzigen war der Gegner im Halbfinale des SSV Vogelstang. Auch in diesem Spiel ließ man sich nicht von dem großen Namen beeindrucken und spielte über weite Phasen auf Augenhöhe mit. Nach 12:19 im ersten Satz holte der SSV wieder auf und war beim Stand von 18:19 dem Ausgleich nahe. Eine Serie von vier Punkten in Folge brachte Brötzingen jedoch auf die Siegerstraße (19:25). Ähnlicher Verlauf im zweiten Durchgang, als man gleich wieder mit fünf Punkten zurücklag. Der Rückstand vergrößerte sich zwar nicht mehr, doch am Ende musste ein 17:25 eingesteckt werden.

Im kleinen Finale um Platz 3 sollten die letzten Energiereserven mobilisiert werden, um gegen die TuS Durmersheim den Sprung aufs Podest zu schaffen. Wieder musste man einem frühen Rückstand im ersten Satz nachlaufen und wieder zeigte der SSV Charakter, holte Punkt um Punkt auf und schaffte den 23:23-Ausgleich. Zwei Punkte nur noch und man wäre mit einem Fuß schon auf dem Podest gestanden. Die zwei Punkte kamen, doch leider für Durmersheim. Vom 23:25 erholte sich der SSV nicht mehr. Im zweiten Durchgang wirkten die Aktionen müde und träge – der Widerstand war scheinbar gebrochen. Beim Stand von 14:21 war die Lage eigentlich schon aussichtslos. Doch eine 5-Punkt-Aufschlagsserie von Elina Buss ließ den SSV noch einmal auf 20:22 herankommen. Es sollte nicht mehr reichen. Mit 23:25 und 20:25 musste man Durmersheim den dritten Platz überlassen.

Schaut man alleine auf die Spielbilanz (1 Sieg in 4 Spielen), klingt das zunächst enttäuschend. Doch war alleine die Qualifikation zum Verbandspokal schon ein großer Erfolg. Dass man dort sogar im Halbfinale stand, ist fast eine Sensation. Selbst in den Begegnungen mit den Verbandsligisten aus Bühl und Brötzingen konnten die Mädels teilweise gut mithalten und alleine das zeigt, wie toll sich die U16 des SSV geschlagen hat. Auf diese Mädels kann der SSV wirklich stolz sein!

Es spielten: Maina Bauer, Elina Buss, Jessica Hupka, Lisa Knapp, Kim Lorenz, Ronja Lutz (C), Klara Meier, Vanessa Pasca, Christina Sarafoglou

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