Ende gut, alles gut?

Mit acht Niederlagen in acht Spielen im Gepäck reiste die U14 bei regnerischem Wetter ins ferne Brötzingen bei Pforzheim zum letzten Verbandsliga-Spieltag. Dabei fehlten auch noch zwei Stammspielerinnen.

Die Ausgangslage war klar: den letzten Tabellenplatz würde man aufgrund der bisherigen Ergebnisse kaum noch verlassen können. Trotzdem gingen die Mädels, die ohne Vanessa Bohn und ohne Carola Nagy György antreten mussten, guten Mutes in die erste Begegnung des Tages gegen den Tabellenzweiten vom Heidelberger TV.

Faire Verabschiedung

Faire Verabschiedung

Die Geschichte des Spiels indes ist schnell erzählt. Es war schon ein kleiner Klassenunterschied, der da zu Tage trat. Dabei spielte der SSV eigentlich nicht so schlecht – im Gegenteil: viele neu einstudierte Elemente klappten erstmals im Spiel und so mussten die Mädchen trotz einer deutlichen 0:2-Niederlage nicht unglücklich sein.

Vanessa, Klara und Lisa als Schiedsgericht

Vanessa, Klara und Lisa als Schiedsgericht

In der Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Spiel des SSV konnte man dann U14-Volleyball vom Feinsten sehen: der SSV stellte das Schiedsgericht bei der Partie des bisher ungeschlagenen SVK Beiertheim und dem Tabellenzweiten Heidelberger TV. Die Dominanz der Beiertheimer war zwar selbst in diesem Spitzenspiel allzu deutlich. Doch waren dort einige Spielzüge zum Zungeschnalzen dabei. Was die beiden Teams da ablieferten, war ohne Frage absolutes Spitzenvolleyball in Nordbaden. Kompliment an beide Mannschaften!

Jetzt blieb nur noch das zehnte und letzte Spiel dieser Verbandsligasaison, um doch noch den ersehnten ersten Sieg zu erreichen. Die VC Eppinger waren klar die Kragenweite des SSV – das war klar. Doch das hatte auch schon im Verlauf der Saison nicht ausgereicht, um auch nur einen Satz für sich zu entscheiden! Doch heute sollte das anders sein. Wirklich?

Zwar gelang dem SSV mit einem 25:22 im ersten Durchgang schon das erste Teilziel eines Satzerfolges, doch im zweiten Satz war die Herrlichkeit schon wieder vorbei. Es lief buchstäblich nichts mehr zusammen. Wie gelähmt stand die Mannschaft auf dem Feld und ließ Punkt für Punkt über sich ergehen. Man konnte wahrlich nicht zuversichtlich sein, dass man nun ausgerechnet im dritten Entscheidungssatz das Blatt würde noch einmal wenden können.

Der Satz war bis zum Seitenwechsel, als der SSV mit 8:7 in Führung lag, noch ausgeglichen, ehe dem SSV einige gute Aktionen eine 4-Punkte-Führung (11:7) bescherten. Irgendwie zitterte man sich zu zwei Matchbällen beim Stand von 14:12. Der erste wurde noch vergeben, doch der zweite wurde zum verdienten 15:13 verwandelt. Selbst im verhaltenen Jubel legten die SSV-Mädels nicht ihre zurückhaltende Art beiseite und nahmen den Erfolg sehr unterkühlt zur Kenntnis.

Schade, dass der Erfolg erst so spät in der Saison gekommen ist. Vielleicht hätte ein Sieg zu einem früheren Zeitpunkt der Spielzeit eine Initialzündung bewirkt. So kann man nur hoffen, dass der Erfolg bis zum NVJ-Pokal am 24. April nachwirkt. Das wäre den Mädchen zu wünschen.

Gratulation auch von dieser Stelle an die Mannschaft des SVK Beiertheim, die absolut verdient Nordbadischer Meister geworden ist und nun den Süddeutschen Meisterschaften entgegenfiebert.

Für denn SSV haben heute gespielt: Anastasia, Klara, Lisa und Vanessa Pasca

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