Coole Action und heiße Beats

Es ist schon einige Zeit her, dass man zu Besuch in der Hohensachsener Halle war. Doch die Erinnerung an so manches hitzige Match war noch einigermaßen frisch. So durfte man gespannt sein, was dieses Mal geboten werden würde. Und dies war zunächst einmal…richtige fette Atmosphäre.

Die Gatsgeber hatten einiges aufgeboten und so wurde man von einer Location mit 60-70 Zuschauern und fetten, wummernden Bässen empfangen. Nicht schlecht, ist man doch normalerweise eine eher „enge“ Fanschar und eigene Anfeuerungsrufe gewöhnt….wirklich gar nicht übel.

Im ersten Spiel des Tages, das zwischen den Gastgebern und der TSG Rohrbach stattfand, konnte man sich somit an dieses positiv-ungewohnte Ambiente gewöhnen, aber auch wirklich gutes Volleyball bewundern. Erst gegen Ende der Partie setzten sich die Rohrbacherinnen dank konstanterer Aktionen durch.

Nachdem die letzten Auseinandersetzungen mit Hohensachsen durchweg verloren wurden, war die Motivation entsprechend groß. Und die SSV Damen legten furios los. Irgendwie klappte nahezu alles in beeindruckender Weise. Die Aufschläge erzeugten mächtigen Druck, Abwehr und Spielaufbau konnten kontrolliert werden und im Angriff ließen es die Mädels so richtig krachen. Der Gegner hatte dem nicht viel entgegenzusetzen. Erst gegen Ende des Satzes wurden die Zügel etwas lockerer gelassen und Hohensachen kam besser ins Spiel. Ändern konnten sie am sehr verdienten 25:18 für den SSV jedoch nichts mehr.

So stark der Auftritt in Satz 1 war, so unverständlich der Verlauf des Zweiten. Konnten zu Beginn die Ballwechsel noch einigermaßen ausgeglichen gestaltet werden, wurden die Aktionen von Ball zu Ball unsicherer. Und es wurde immer schlimmer. Nahezu kein Aufschlag fand mehr den Weg in die gegnerische Hälfte und als dann auch die einfachsten Grundtugenden nicht mehr klappen wollten, sah sich Coach Wagi dazu genötigt, auch die zweite Auszeit schon sehr früh im Satz zu nehmen, um „einfach mal ruhig durchzuatmen“ und die Köpfe zu reseten. Die Spielerinnen nahmen dies an und es konnte wieder eine gewisse Grundsolidität hergestellt werden. Der zuvor eingefahrene Rückstand indes war dann doch zu groß, um den Satz noch zu drehen…20:25

Durchgang Nummer 3 und ein Teil der Sicherheit aus Satz 1 war wieder zu spüren. Zwar nicht ganz so zwingend die Aufschläge, aber die grundlegende Kontrolle war da. Und weil auch Hohensachsen den Kampfeswillen wiedergefunden hatte, entwickelte sich ein schönes Spiel. Immer ein paar Punkte voraus dabei, die Vogelstänglerinnen. In der zweiten Satzhälfte kamen die Damen von der Bergstraße wieder sehr nahe heran und erst ein fulminanter Endspurt des SSV, bei dem die peitschende Musikuntermahlung für die Heimmannschaft zur eigenen Motivation genutzt werden konnte, mit kompromisslosen Angriffsgranaten und einigen „Dunkel-Blocks“, brachte den Satz mit 25:21 in „trockene Tücher“.

Volle Punktausbeute oder Tiebreak…das war die Frage zu Beginn des 4.Satzes. Und schnell wurde diese beantwortet. Mit der gleichen zwingenden Selbstverständlichkeit wie zu Spielbeginn wurden nun wieder die Spielzüge gestaltet. Keine Chance für Hohensachsen. Erst beim Stand von 14:5 steckten die SSV Mädels wieder etwas zurück. Aber es bestand kein Zweifel daran, dass das Ding heute durchgezogen werden würde. Mit wirklich tollen Aktionen in Feldverteidigung und am Netz, verdiente sich dieser Durchgang und das Ergebnis von 25:14 das Prädikat „Dominant“!

Toller Sport mit einem positiven Ergebnis für den SSV war also geboten, aber auch ein Dank an Hohensachsen für die Ausrichtung eines ungewöhnlich stimmungsvollen und intensiven Spieltages sei an dieser Stelle erwähnt.

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