U15 holt Vize-Titel

Von Links: Lotta, Tessi, Lina und Amelie

Die U15 des SSV hat bei den nordbadischen Beach-Meisterschaften die Silbermedaille gewonnen und sich damit eine kleine Chance auf die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Mitte Juli in Hamburg erhalten.

Gerade einmal vier Teams hatten zu diesem immer noch jungen Wettbewerb Mannschaften gemeldet. Darunter neben dem SVK Beiertheim allerdings auch zwei Teams des Nordbadischen Kaders, die unter dem Namen VCO Rhein-Neckar an den Start gingen. Dass drei der vier SSV-Spielerinnen selbst auch im Kader sind und in den Reihen der beiden VCO-Teams drei weitere SSV-Spielerinnen antraten, verdeutlicht die etwas eigenartige Ausgangslage dieses Wettbewerbs.

Der Spielplan erwies sich für den SSV etwas ungeschickt, denn gleich zu Turnierbeginn stand der härteste Konkurrent auf der anderen Spielfeldseite. Der SVK Beiertheim zeigte im ersten Spiel 2-gegen-2 äußerst stabiles und druckvolles U15-Volleyball, während das Top-Team des SSV – Lotta und Tessi – überhaupt nicht auf Touren kam. So musste die zweite Partie im 2-gegen-2 schon gewonnen werden, wenn die Chancen auf die Meisterschaft nicht gleich begraben werden wollten. Das zweite Pärchen des SSV – Lina und Amelie – fand ebenfalls nur schwer ins Spiel, konnte sich in der entscheidenden Phase dann aber absetzen und das Spiel nach schwerem Kampf für sich entscheiden. So musste im Entscheidungssatz im Modus 4-gegen-4 der Sieger ermittelt werden. Aber auch hier ließ der SSV viel von dem vermissen, was man erwartet hatte: die Annahme war immer wieder schwach, die Zuspiele nicht zum Netz und im Angriff fehlte Druck und die richtigen Ideen. Das soll der Leistung Beiertheims keinen Abbruch tun. Sie dominierten die Partie und gewannen letztlich verdient das Spiel und damit die gesamte Begegnung.

Die Enttäuschung beim SSV saß tief. Doch für das Lecken von Wunden blieb keine Zeit. Gleich im zweiten Aufeinandertreffen ging es gegen die Mannschaft von VCO Rhein-Neckar 1. Die Ereignisse schienen sich zu duplizieren: das Top-Team des SSV unterlag mit einer abermals schwachen Leistung im 1. Spiel und in der unteren Hälfte gewann der SSV seinen Satz. Doch im 4-gegen-4 kam erstmals so etwas wie Spielfreude auf. Endlich kamen die Annahmen etwas stabiler und schon sah das nach Beach-Volleyball aus. Der Sieg wurde dennoch etwas verhalten gefeiert.

Zum Abschluss ging es bei immer höher steigenden Außentemperaturen gegen das zweite VCO-Team. Dieses Mal ließ der SSV nichts anbrennen. Die beiden 2-gegen-2-Spiele wurden ebenso gewonnen wie das Match 4-gegen-4, sodass ein glatter 3:0-Sieg in die Gesamtwertung einfloss.

Beiertheim gab sich jedoch keine Blöße und gewann alle drei Begegnungen. Der SSV durfte sich am Ende über den zweiten Platz und damit den Titel des nordbadischen Vizemeisters freuen. Die direkte Qualifikation zur deutschen Meisterschaft ist damit zwar verpasst, aber eine gewisse Rest-Chance bleibt nach den Erfahrungen der letzten Jahre erhalten, doch noch als Nachrücker zum Saison-Highlight nach Hamburg fahren zu dürfen.

Dennoch blieb unter dem Strich auch eine größere Portion Unzufriedenheit aufgrund der teilweise gezeigten Leistungen. Sollte man tatsächlich nach Hamburg fahren, müsste hier noch eine deutliche Steigerung her, wollte man die Farben des SSV gebührend vertreten. Knapp 7 Wochen Zeit haben die Mädchen hierfür.

Vergessen darf an dieser Stelle auch nicht die Leistung der drei anderen SSV-Mädchen, die – wie eingangs erwähnt – in den VCO-Teams aufliefen. Sofia und Aluna wussten als „Doppel“ im Team VCO 1 zu überzeugen und Julie durfte sich bei ihrem überhaupt erst zweiten Mal auf dem ungewohnten Sand-Untergrund über einige gelungene Aktionen freuen. Auch wenn sie nicht für den SSV aufliefen, zeigt es doch die starke Besetzung des SSV. Und dass mit Lenja und Julia noch zwei weitere Top-Kräfte fehlten, sollte auch  nicht unterschlagen sein. Der SSV wird ganz allmählich auch im Beach-Volleyball eine echte Größe.

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