Pflichtsieg

Die 2. Damen sind mit einem 3:0 von ihrer Tour in den Odenwald heimgekehrt.

Was für eine (Tor)tour – bei tiefherbstlichem Dauerregen stand der Auswärtsspieltag im fernen Schlierstadt an. Ein Tross von vier SSV-Autos machte sich auf die 1 1/2 Stunden Anreise in den tiefsten Odenwald. Ein Missverständnis führte zudem dazu, dass die Autokolonne erst die falsche Halle angefahren war und Mannschaft und Betreuer nur mit großer Verspätung in der richtigen Halle angekommen waren.

Dankenswerterweise erklärten sich Gegner und Schiedsgericht einverstanden, den Spielbeginn um 10 Minuten nach hinten zu schieben, sodass sich die SSV-Mädchen noch halbwegs aufwärmen konnten. Doch der Spielbeginn sah so aus, als sei die Mannschaft geistig noch auf der Autobahn – lediglich bei den Aufschlägen zeigte der SSV normale Spielform und das reichte in Durchgang eins schon (25:17).

Auf drei Positionen verändert ging der SSV in den zweiten Durchgang. Unverändert fahrig blieb die Partie trotzdem. Nur kurz ließ der SSV spielerisch sein Können aufblitzen – Annahme und Abwehr erwiesen sich durch die Bank als zu ungenau. Schlierstadt ließ sich nicht zweimal bitten und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Mit viel Zittern holten die SSV-Mädchen dennoch den Satz (25:23). Jetzt könnte es nur noch besser werden.

Durchgang drei nahm dann schnell einen deutlicheren Verlauf. Einige Aufschlagsserien und dazwischen einzelne sehenswerte Angriffe reichten, um nach 65 Minuten Satz und Spiel für sich zu entscheiden.

Insgesamt konnten die mitgereisten Fans am Ende einem schmucklosen 3:0-Sieg zujubeln. Doch die große Freude kam ob der eigenen Leistung nicht auf. Dennoch sollte man die Kirche im Dorf lassen: als Aufsteiger ein Spiel derart souverän zu gewinnen, ist anerkennenswert. Beim nächsten Mal stimmt sicher auch wieder die spielerische Leistung.

Dass damit die Expedition in den Odenwald noch lange nicht beendet war, dafür sorgte Gastgeber SV Schlierstadt und ihr Gegner in der zweiten Partie – SG Hohensachsen. Schlierstadt holte sich Durchgang eins, Hohensachsen die Sätze 2 und 3, Schlierstadt glich zum 2:2 aus. In einem spannenden Finale entschied letztlich verdient Hohensachsen die Partie für sich.

Ziemlich genau acht Stunden nach Abfahrt von der Vogelstang erreichte der Tross aus Spielerinnen, Betreuern und leidgeprüften Fans wieder Mannheim. Es regnete immer noch. Immerhin hatte man nun zwei Punkte mehr auf dem Konto.

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