Glühweincup 1996

Schneebedeckte Dächer, gefrorene Straßen. Was liegt bei dicken Minustemperaturen näher als ein Gläßchen Glühwein. Genau das hatte sich der SSV Vogelstang aufs Banner geschrieben und lud am 21.12.96 erstmals zum GLÜHWEINCUP in die große Sporthalle am Vogelstangsee. Und viele, aus den letzten Winkeln der Pfalz bis zu den großen Traditionvereinen der Region, folgten dem lockenden Ruf, der sowohl sportlich als auch kulinarisch Hochprozentiges versprach.

Schon früh am Morgen wurde dank zahlreicher Helferlein der Grundstein dafür gelegt, dass an diesem Tag keine Unwegsamkeiten auftreten würden. Als sich nach ca. 10 Minuten herausstellte, dass man an diesem Tag auf die Mikrofonanlage verzichten musste, zeigte es sich einmal mehr, dass sich nicht alles im Voraus planen läßt. Durch diesen Zwischenfall erschwerte sich die Umsetzung des ohnehin schon komplexen Spielplanes noch weiter. Insgesamt 36 Zweierteams fanden sich gegen 11 Uhr ein, gespannt auf die Dinge die da kommen sollten. Aus diesen wurden durch Los 12 Mannschaften gebildet, die dann ebenfalls nach dem Gesetz des Zufalls gegeneinander antraten. Nach Beendigung dieser 6 Partien wurde erneut gelost und das Prozedere begann von Neuem. Sinn dieses Spielmoduses war zum einen, mit möglichst vielen verschiedenen Leuten zu spielen und diese dadurch kennenzulernen, zum anderen, die Chancen auf den Turniersieg auch denjenigen Teams zu erhalten, die unter anderen Umständen eventuell keinen Platz auf dem Stockerl finden würden.

Sehr zur Freude aller stellte sich bald heraus, daß die Begegnungen durchweg auf recht hohem Niveau stattfanden und meist auch sehr ausgeglichen verliefen. Spektakuläre Ballwechsel und sehenswerte Aktionen waren somit keine Seltenheit. Nach jeder Runde konnte man sich dann, dank modernster Datenverarbeitungsanlage, über die Früchte des gerade gezeigten Einsatzes informieren und gleichzeitig schon die neuen Partner für die nächste Runde erfahren.

Auch außerhalb des Spielfeldes ereigneten sich aufsehenerregende Dinge. Nachdem die Essenstände in der ersten Hälfte des Turniers schon regen Zuspruch gefunden hatten, trieb die Happy Hour zwischen 17 und 18 Uhr die Umsätze in schwindelerregende Höhen, wobei natürlich der fantastische Glühwein einsamer Absatzrekordler war. Doch sehr viel Zeit blieb für die leiblichen Genüsse eigentlich nicht, nach durchschnittlich 50 Minuten hieß es wieder : ran ans Netz. Manch einem fiel es denn auch mitunter schwer, sich nach hart umkämpftem, gerade beendetem Spiel und kurzer, schmackhafter Pause wieder ins Getümmel zu stürzen und ehrgeizgetrieben erneut sein Bestes zu geben. Hier war natürlich auch die Motivationskunst und Begeisterung der Mitspieler gefragt. Nach 6 Runden mit jeweils 2 Sätzen, in denen es je ein Punkt pro siegreichem Team zu erringen gab, war um 22.50 Uhr endlich Spielschluß. Bei der anschließenden Siegerehrung zeigte sich dann endgültig, dass sich der Spielmodus bewährt hatte und viele Mannschaften waren glücklich, auch einmal bei einem gut besetzten Turnier die vorderen Plätze zu belegen.

Der Sieg ging an das überglückliche SSV-Duo Tanja und Ingo, das sich damit immerhin vor SpielerInnen aus der Verbandsliga bzw. ehemaligen zweiten Bundesliga platzierte. Wichtiger als der Sieg und die Preise, von denen es für alle reichlich gab, empfanden alle, daß sie einen schönen Tag mit alten und neuen Freunden verbracht hatten und so wurde auch nach dem offiziellen Ende noch die ein oder andere Tasse Glühwein zusammen geleert. In diesem Sinne : bis zum nächsten Jahr !

Autor: Andreas Zinser

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