U13 holt achten Platz

Die U13-Mädchen des SSV haben beim Regionalspielfest 2011 – der inoffiziellen Süddeutschen Meisterschaft – einen hervorragenden achten Platz geholt.

War es im Jahr 2010 noch die größte Sensation in der Vereinsgeschichte, dass eine SSV-Mannschaft die Qualifikation zu einer überregionalen Meisterschaft geschafft hatte, war es für die Mädchen der U13 in diesem Jahr beinahe schon eine Selbstverständlichkeit.

Die SSV-Mannschaft

Die SSV-Mannschaft

Am Wochenende des 16. und 17. Juli trafen sich also die besten 12 Mannschaften Baden-Württembergs in Tübingen, um den inoffiziellen Meister zu küren. Anders als im letzten Jahr reiste der SSV mit breiter Brust an – dieses Jahr wollte man nicht nur dabei sein, sondern wenn möglich auch um die oberen Plätze mitspielen.

Das schien Lisa, Carola, Berfin, Anastasia und Monika auch zu gelingen. Denn gleich zum Turnierauftakt holte man sich gegen die zweite Mannschaft des SG Breisach-Gündlingen einen mehr als ungefährdeten 2:0-Erfolg. Jetzt musste „nur noch“ ein Sieg in einem der nächsten beiden Spiele her, um in der Vorrunde einen der ersten beiden Plätze zu belegen und damit um die ersten sechs Turnierplätze zu spielen.

Dass der VC Mönsheim ein anderes Kaliber sein würde, war schnell klar. Die auch körperlich überlegenen Gegnerinnen mussten dennoch bis zuletzt zittern, ehe das 0:2 aus Sicht des SSV feststand.

Berfin am Netz

Berfin am Netz

Was für eine Duplizität der Ereignisse: genau vor zwei Wochen traf man beim großen Turnier in Tuttlingen ebenfalls im letzten Vorrundenspiel auf den TV Villingen und wie damals hatte der SSV den Druck, gewinnen zu müssen. Und wie damals gewann der SSV Satz eins und verlor Satz zwei. Aber während in Tuttlingen die Partie mit einem Unentschieden endete, musste in Tübingen ein Sieger gefunden werden. Die Anspannung war zu spüren. Leider erwischte Villingen den besseren Start und lag schnell vorn. Der SSV zeigte sich beeindruckt und fand nicht wieder ins Spiel. Die Enttäuschung war riesig, als mit dem Verlust des Satzes auch der Traum vom oberen Turnierplatz den Bach hinunter ging. Dabei konnte man sich nichts vorwerfen: was die Mädels in diesem Spiel gezeigt hatten, war die absolut beste Leistung der gesamten Saison und Villingen war letzten Endes einfach einen Tick besser.

Doch die Mädels des SSV haderten nicht lange. Nun wollte man bei den Spielen um die Plätze 7 bis 12 ein ordentliches Wörtchen mitreden.

Die Mannschaft des Ausrichters TSG Tübingen kam da genau recht. Unbeeindruckt von der letzten Vorrundenniederlage spulte die Mannschaft um Kapitän Lisa Knapp ein tadelloses Programm herunter und machte mit einem glatten 2:0 ihre Ansprüche auf Platz sieben schon einmal geltend.

Marsch zum Abendessen

Marsch zum Abendessen

Nach einem langen ersten Turniertag war nun aber erst einmal Pause angesagt. Das Nachtlager in der Turnierhalle musste hergerichtet und die Essensspeicher wieder aufgefüllt werden. Die Uhr zeigte schon nach Mitternacht, ehe es in der Halle ruhig wurde und man musste schon bange sein, wie die Mädels diese kurze Nacht überstehen würden – immerhin war für 9 Uhr die erste Begegnung angesetzt.

Dort wartete kein geringerer als der TV Brötzingen, der Nordbadische Meister, gegen den man schon in der Verbandsliga-Runde beide Spiele verloren hatte. Vom ersten Moment an war der Zweifel zu spüren, ob man das überhaupt gewinnen könne. Zwar gelangen immer wieder gute Aktionen, aber der SSV lief während des gesamten Spiels einem Punkterückstand hinterher und blieb bis zum Ende ohne echte Chance.

Die letzten beiden Spiele standen an. Den Anfang machte die erste Mannschaft des SG Breisach-Gündlingen, gegen die der SSV souverän sein Spiel durchzog und nur im zweiten Satz kurz Sorgenfalten auf die Stirn von Trainer und mitgereisten Fans zauberte.

Eindringliche Worte vom Coach

Eindringliche Worte vom Coach

Wieder musste eine Spielpause verkraftet werden, ehe es im letzten Spiel des Turniers gegen TV Villingen 2 um den direkten Kampf um Platz acht ging. Es entwickelte sich ein gutes U13-Spiel, in dessen Verlauf der SSV den ersten Satz mit einem sehr konzentrierten Spiel beherrschte. Durchgang zwei verlief deutlich knapper, Villingen spielte nun auch mit weniger Eigenfehlern und der Punktestand war lange Zeit ausgeglichen. Eine Drei-Punkte-Führung des SSV konnte Villingen beim Stand von 21:21 wieder aufholen und man musste gespannt sein, wie das Nervenkostüm mitspielen würde. Aber ausgerechnet „Nervenbündel“ Carola überraschte mit zwei druckvollen Aufschlägen Gegner und den eigenen Trainer und legte damit die Basis für ein lautstark umjubeltes 25:22 und damit dem Gewinn des achten Platzes.

„Endspiel“

Zum Turnierabschluss wartete dann noch ein absoluter Volleyball-Leckerbissen. Denn im letzten Gruppenspiel kam es zu einem echten Finale zwischen dem TSV Mutlangen und dem VC Mönsheim. Es war schon eine mehr als beeindruckende Leistung, die diese beiden Top-Teams noch einmal abriefen. Nach einem ungefährdeten Sieg in Durchgang 1 ließ Mutlangen im Gefühl des sicheren Sieges in Durchgang zwei etwas nach.

Die Sieger warten - die Zweiten feiern

Die Sieger warten – die Zweiten feiern

Und wie das so oft ist, bekam Mönsheim noch einmal richtig Aufwind und entschied diesen Satz für sich. Doch die Mädels aus Mutlangen fingen sich wieder und zeigten im Entscheidungssatz, dass sie der verdiente Sieger des Regionalspielfests 2011 sind.

Ehrung durch BaWü-Auswahltrainer Lichtenauer

Ehrung durch BaWü-Auswahltrainer Lichtenauer

Was hat diese SSV-Mannschaft im letzten Jahr für eine Weiterentwicklung genommen. Im Jahr 2010 noch als krasser Außenseiter beim Regionalspielfest trat man im Jahr 2011 sogar mit ganz hohen Zielen an. Am Ende darf man sich als achtbeste Mannschaft Baden-Württembergs feiern lassen und diese Tatsache kann überhaupt nicht hoch genug gewertet werden. Auch die Tatsache, dass man ausgerechnet beim Top-Turnier am Saisonende seine Bestleistung zeigen konnte, beweist was in diesen Mädels steckt. Auf diese Mannschaft kann der gesamte SSV Vogelstang stolz sein!

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