Serie hält

Die Kangaroos halten ihre Serie von fünf Partien ohne Niederlage. Dabei waren die Voraussetzungen beim Heimspiel alles andere als optimal.

Ein Trainer hat mitunter so seine Probleme: wie sieht die beste Aufstellung aus? Wer bleibt auf der Bank? Wann macht man den entscheidenden Spielerwechsel? Fingerspitzengefühl ist verlangt. Wenigstens dieses Problem sollten die Kangaroos nicht haben. Denn mit Kerstin, Petra, Daniel, Andrzej und Thomas fehlten gleich fünf SpielerInnen – gerade einmal sechs Spielfähige SSVler fanden den Weg in die heimische Vogelstanghalle. Eine echte Härteprüfung.

In der ersten Partie des Tages stellte der SSV das Schiedsgericht. Die Gäste vom TV Maudach und den Fliegenden Baronen aus Birkenheide lieferten sich ein umkämpftes Match und trennten sich am Ende mit 2:2.

Der Tabellensechste vom TV Maudach sollte der erste spielerische Prüfstein für den SSV werden. Anders als bei den letzten Spielen waren die Kangaroos heute gleich bei der Sache, spielten teilweise blitzfeine Angriffszüge und stellten die Gegner fast nach Belieben vor unlösbare Aufgaben. Die Maudacher reagierten erst zu Beginn des zweiten Satzes und stellten ihre Aufstellung um. Das zeigte Wirkung: den Kangaroos unterliefen ihrerseits immer mehr leichte Fehler, es kam kaum noch zu überzeugenden Angriffssituationen. Die Gegner zögerten keinen Augenblick und holten sich deutlich Satz 2. Im dritten Satz wechselten die Rollen abermals: der SSV wieder hochkonzentriert und druckvoll, Maudach chancenlos. Im vierten und letzten Satz war das Spiel bis zur Satzmitte noch ausgeglichen – beide Teams wollten den Gewinn. Leider waren es die SpielerInnen der Kangaroos, die ausgerechnet in dieser Phase nicht an ihre Bestleistung anknüpfen konnten. Hier eine schlechte Aufschlagsannahe, dort ein Aufschlagsfehler und dann mal einen Angriff ins Netz. Das war einfach zu viel. Maudach dagegen spielte fast fehlerfrei und lag deutlich vor. Eine kurze Aufholjagd am Satzende reichte aber nicht mehr. Das Unentschieden am Ende war zwar sicherlich leistungsgemäß und doch sah man auf seiten des SSV überall nur hängende Köpfe. Das Gefühl, eher zwei Punkte verloren zu haben, überwog.

Wie würde man mit diesem Rumpfteam in die zweite Partie starten? Im Hinterkopf schwirrten noch die Bilder von den vergebenen Chancen des ersten Spiels, da lag man schon 2:9 zurück. Alles sah nach einem kleinen Debakel aus. An der Körpersprache konnte man die Gedanken einiger Kangaroos förmlich ablesen.

Doch die Kangaroos zeigten mit einem Mal Charakter. Angespornt durch einige gute Aktionen der überaus flinken Natali ging ein kleiner Ruck durchs Team. Bis zur Satzmitte war der Spielstand fast wieder ausgeglichen und der Gewinn des Satzes brachte endgültig die Wende. Jetzt war der Wille zu spüren, auch ohne Auswechselspieler diese Begegnung zu gewinnen. Es folgte der beste Satz des Tages, den man mit sage und schreibe 25:9 einfuhr. Zwar gelang die gleiche Meisterleistung nicht mehr in Durchgang drei, doch reichte es, auch diesen Satz locker für sich zu entscheiden.

Sicherlich war es für alle beteiligten SpielerInnen des SSV eine grenzwertige Erfahrung, ohne jegliche Auswechselmöglichkeiten zwei harte Partien zu bestreiten. Doch zeigten die Kangaroos großes Herz und überzeugten, als es am Ende darauf ankam. Das ist ein gutes Zeichen.

In zwei Wochen fällt dann im Spiel gegen Kaiserslautern die endgültige Entscheidung um den angestrebten zweiten Tabellenplatz – dann hoffentlich wieder mit einem kompletten Kader. Alles Gute an unsere Kranken!

Es spielten: Leska, Natali, Sabrina, Jürgen, Tobias, Tom.

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