Saison mit vielen Tiefs

Eigentlich hatte die Damen-Mannschaft ihr Kontingent an Ausfällen bereits in der Saison 2005/06 für die nächsten zehn Jahre voll ausgeschöpft. Doch auch die Spielzeit 2006/07 war diesbezüglich rekordverdächtig.

Zunächst gab es aber nur gute Neuigkeiten zu vermelden: Simone Müller kehrte nach ihrer zweiten Baby-Pause wieder in den Kreis der Mannschaft zurück, Gabi Diller hängte noch ein Jahr Aktiven-Volleyball an und mit Annett Stephan konnte eine Neuverpflichtung für die Position der Zuspielerin vermeldet werden.

Und auch außerhalb des Spielfeldes gab es über Sommer Positives zu berichten: sowohl Jule Borgmann als auch Mariola Greschik zogen in den Hochzeits-Hafen ein.

Kaum hatte die Saison begonnen, sah die Sache schon wieder anders aus: denn schon im Verlauf des ersten Spiels, bei dem die SSV-Damen ohnehin schon nur mit sieben Spielerinnen angetreten war, knickten nacheinander Atta Braun und Karin Katschmer so heftig um, dass sie für Monate ausfielen. Dabei hatte sich Atta gerade erst von einem Kreuzband-Riss im Frühjahr erholt und auch Karin hatte genau ein Jahr zuvor bereits einen Bänderriss im ersten Spiel der Vorsaison erlitten.

Zu diesem Zeitpunkt fehlte auch bereits Jule Di Nunzio, deren harmlose Fuß-OP sie letztlich monatelang zum Zuschauen verdammte.

Der Schock des ersten Spieltags mit den beiden Verletzungen saß tief. Doch gerade, als man zum Doppelspieltag Ende Oktober auf vier Spielerinnen verzichten musste und sich gegen Ladenburg und Viernheim eigentlich keine echte Chance ausrechnen durfte, platzte der Knoten: erst wurde Ladenburg mit 3:1 in ihre Grenzen gewiesen. Selbst als die Damen im zweiten Spiel des Tages einen 1:2-Satzrückstand hinnehmen mussten, ließ man sich nicht hängen und gewann im folgenden nicht nur den vierten, sondern am Ende auch noch den alles entscheidenden fünften Durchgang.

Doch statt ein wenig mehr Ruhe in die Mannschaft zu bringen, folgten die nächsten Ausfälle. Freilich war auch eine frohe Nachricht dabei: Mariola Morlock konnte wenige Monate nach ihrer Trauung ihre Schwangerschaft vermelden.

Doch mit dem Punktesammeln ging es erst wieder Ende Januar weiter. Dazwischen lagen meist ärgerliche und deutliche Niederlagen. Zwar gelang es den Damen immer wieder phasenweise, gutes und druckvolles Volleyball zu spielen. Meist endeten diese Hochs aber ebenso schnell wie sie gekommen waren.

Am 10. Februar sollte im Spiel gegen die SG Ketsch-Brühl die Weichen in Richtung Klassenerhalt gestellt werden. Das Spiel war dann ein Spiegelbild der gesamten Saison. Zuerst schien man dem Gegner hoffnungslos unterlegen, dann spielte man sich förmlich in einen Spielrausch und gewann Durchgang 2, nur um danach wieder chancenlos die beiden letzten Sätze abzugeben. Dem Klassenerholt war man so nicht näher gekommen.

Ein weiteres Saison-Lowlight dann das Theater um das Spiel gegen die VSG Ma-Käfertal: krankheitsbedingt hatte der SSV die gegnerische Mannschaft gebeten, einer Spielverlegung zuzustimmen. Doch offensichtlich, da es auch für die VSG um den Klassenerhalt ging, wurde die sportliche Fairness hinten an gestellt. Somit gingen zwei weitere wichtige Punkte spiellos verloren.

Die Situation wurde immer enger und am letzten Spieltag – einem Doppelspieltag – wären schon zwei Siege notwendig gewesen, um den drohenden Abstieg noch abzuwenden.

Statt der Bestleistung zeigten sich die Damen aber wieder von ihrer schlechteren Seite und verspielten somit schon im ersten Spiel des Tages gegen die KuSG Leimen mit einem glatten 0:3 alle Chancen.

Das dadurch wertlos gewordene letzte Saisonspiel – ausgerechnet gegen die VSG Ma-Käfertal – sollte aber dennoch nicht kampflos abgegeben werden. Eine Rechnung galt es noch zu begleichen. Und auch die VSG schien vom Ehrgeiz gepackt und hielt ordentlich mit. Zwar war sicherlich nicht alles gold, was da dann phasenweise aufblitzte, aber um der VSG eine deutliche Abfuhr zu erteilen, reichte es allemal.

Am Ende entschied das schlechtere Satzverhältnis zugunsten der VSG und gegen den SSV: der zweite Abstieg in die Bezirksklasse innerhalb von drei Jahren stand fest. Es alleine an dem einen unfair verlorenen Spiel gegen die VSG festzumachen, wäre zwar vom Satzverhältnis her verständlich. In einem Duell auf dem Spielfeld hätte am Ende sicher nicht ein 0:3 gestanden.

Daneben muss man aber auch konstatieren, dass die Mannschaft nicht den erhofften Leistungsstand vorweisen konnte, um sich problemlos in der Liga zu halten. Sicher haben die erwähnten Ausfälle einen großen Anteil an dieser Situation. Aber auch die deutliche Verstärkung durch die Blitzverpflichtung von Andrea Kühnhöfer zur Weihnachtspause vermochte nicht die Konstanz in das Spiel des SSV zu bringen, die man in der Bezirksliga haben muss.

Alles im allem endete damit eine enttäuschende Saison für die Damenmannschaft des SSV Vogelstang. Ob und wie tiefschürfend der Umbruch in der Mannschaft sein wird, muss abgewartet werden. Auf alle Fälle muss ein Neuaufbau geschehen – in der Bezirksklasse der Saison 2007/08 kann ansonsten nur der direkte Wiederaufstieg als Ziel gelten.

Die Mannschaft: Astrid Braun, Gabi Diller, Andrea Kühnhöfer, Julia Di Nunzio, Julia Grabler, Nadine Kabierske, Karin Katschmer, Mariola Morlock, Simone Müller, Suse Pfohl, Annett Stephan.

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