9 Sätze und ein langer Tag
Der erste Spieltag des neuen Jahres stand an und man durfte sich am heimischen Netz messen mit dem Lokalrivalen der VSG Mannheim und den nicht ganz so lokalen aber irgendwie dennoch irgendwie ewigen Gegnern und Bekannten aus Brötzingen.

Routiniert wie immer, das Warm-up und Einspielen. Und schon ging es los, zum ersten Mal nach langer, langer Zeit wieder mit am Start, die „verlorene Tochter“ Lena Bührer (aka. Gottmann). Und dies war auch gut so, denn der Kader wirkte mit den 8 anwesenden Spielerinnen doch etwas ausgedünnt. Doch es lief nicht allzu schlecht zu Beginn der Partie. Zwar fanden nicht alle Bälle immer den direkten Weg gen gegnerischen Boden, doch insgesamt sah es doch einigermaßen flüssig aus, was die SSV Damen dem Publikum anzubieten hatten. Je länger das Spiel jedoch andauerte, desto schwieriger wurde es. Dies lag zum einen natürlich auch daran, dass die VSG Mädels eine durchaus gute Leistung zeigten, und sowohl in der Abwehr viele Bälle des SSV entschärften, mit starken Aufschlägen Wirkung erzielten und ihre Angriffe gut über das gesamte Feld verteilten, jedoch ebenfalls daran, dass es auf Seiten der Heimmannschaft einige ungewohnte Probleme gab.
Die eigenen Aufschläge führten nicht wie gewohnt zu den erwünschten Effekten auf der Gegenseite, der Block hatte zu wenig Zugriff und die Angriffe waren ebenfalls nicht immer zwingend genug. Vor allem aber war in dieser Phase die eigene Annahme zu unkonstant. Zu oft war man gezwungen aus dem Hinterfeld zuzuspielen und damit zu berechenbar bzw. bestand erst gar nicht die Möglichkeit eine s gefährlich Angriffs.

So ging den auch die Partie hin und her, die Sätze wurden immer enger und am Ende die Ballwechsel immer länger, meist mit dem besseren Ende für den Gegner. Nach langen 5 Sätzen (25:21, 18:25, 26:24, 24:26, 14:16) konnte dann auch folgerichtig die VSG den Matchball erfolgreich verwandeln.
Es galt nun, die aufgekommene Enttäuschung möglichst schnell zu verarbeiten und sich auf das zweite Spiel des Tages gegen den Tabellenletzten aus Brötzingen mental positiv einzustimmen.
Einigermaßen gelang dies auch und der Wille, aus der zweiten Begegnung die volle Punktausbeute mitzunehmen war deutlich spürbar. Aber auch hier lief nicht alles rund und nach Wunsch. Abermals tat man sich etwas schwer damit, die Angriffe beim ersten Versuch zu terminieren. Und so boten sich mehr als gewollt die Gelegenheit für die Damen aus dem südlichen Ende des Verbandes, mit ihren teils etwas unkonventionellen Aktionen, die SSV Damen zu überraschen und zu Punkten zu kommen.

Glücklicherweise reichten die insgesamt doch etwas stabilere und bessere individuelle und mannschaftliche Klasse und Geschlossenheit, um die notwendigen Punkte einzufahren. Zwar wurde ärgerlicherweise, der dritte Satz etwas verschlafen bzw. zu sorglos angegangen, am Ende stand jedoch ein verdienter, wenn auch recht umkämpfter Sieg und die volle Ausbeute zur Stabilisierung des 3. Tabellenplatzes (25:22, 25:20, 17:25, 25:18).
Nach nur einer Woche Pause geht es nun am nächsten Wochenende zum Tabellenführer nach Ettlingen/Rüppurr.

