Die Stiefel waren rausgestellt
Am Nikolaustag führte der Spielplan die Damen 1 nach Rohrbach, wo es in den letzten Jahren immer zu interessanten Schlagabtauschen gekommen war. Und auch dieses Mal musste es sich zeigen, ob es eher Plätzchen oder Rute geben würde
Erwartet wurde man in der IGH von einer beeindruckenden Anzahl von sich bereits einspielenden Damen, was eindeutig auf die hohen Ambitionen der Heimmannschaft hindeutete. Und so war auch auf der Seite des SSV voller Fokus auf eine intensive und zielführende Vorbereitung gelegt.

Und los ging es mit dem ersten Durchgang. Der Eindruck aus der Vorbereitungsphase hatte nicht getäuscht, die Rohrbacher Mädels legten los wie ein durchgegangenes Rentier. Schnell gerieten die Gäste in Rückstand und die Stimmung und Lautstärke auf der Gegenseite und Tribüne wurden immer intensiver. So richtig konnten die SSV Damen den körperlich überlegenen Gegenspielerinnen nichts entgegensetzen. Sowohl Angriff als auch Block stoppten immer wieder die Mannheimer Aktionen. So war ein recht deutliches 17:25 auf der Anzeigetafel zu lesen und ein wenig Ratlosigkeit, wie dem Spiel der Rohrbacherinnen beizukommen sein könnte.
Naheliegenderweise war es zunächst einmal die eigene Stimmung, die man sich entschloss, deutlich zu verbessern und auf diesem Wege mehr Sicherheit und Konsequenz in das eigene Spiel zu bekommen. Und siehe da, mit jedem Ball, der mit Jubel und selbstbewusster Ausstrahlung auf der anderen Netzseite untergebracht wurde, ließ auch die Euphorie der Heimmannschaft ein wenig nach. Nun war es am SSV, die Partie zu bestimmen. Erst am Ende ließ man den ein oder anderen Punkt liegen, was aber nichts am 25:23 und damit Satzausgleich, änderte.
Hinein in Durchgang 3 und das Geschehen wogte hin und her. Der SSV ging wieder leicht in Führung, Rohrbach zog nach. Und im Schlussdrittel des Satzes wurde es richtig eng. Aber einmal mehr mit großem Willen und einer guten Portion Einsatz und Risikobereitschaft, brachte man auch diesen Satz mit 25:23 über die Ziellinie.

Vorgabe in Satz 4: Zum ersten Mal in dieser Saison ein Spiel mit einem verlorenen Satz und trotzdem 3 Punkten nach Hause zu bringen. Gesagt getan. Ähnlich wie in Durchgang 2 bestimmte der SSV das Geschehen und führte vor der „Crunchtime“ einigermaßen deutlich. Doch noch wollten sich die Südheidelberginnen nicht geschlagen geben. Sie kämpften um jeden Ball und es gelang ihnen tatsächlich, die Sache noch einmal spannend zu machen. Aber erneut zeigten sich die Vogelstängler Mädels stabil. Es wurde nicht zurückgezogen und jede Möglichkeit für die entscheidenden Aktionen gesucht. Und ein letztes Mal zeigte der Spielstand am Ende ein 25:23.
Die Sache war also entschieden und es hieß „Plätzchen anstatt Rute“. Definitiv die bessere Option!

