Schmiden und BaWü-Auswahl gewinnen U13-Regionalspielfest

Zum Saisonabschluss der U13 fanden sich die 12 besten Mannschaften im weiblichen und im männlichen Bereich zum Regionalspielfest Süd in Mannheim ein.

Eröffnungsfeier

Eröffnungsfeier

Da es Deutsche Meisterschaften im Volleyball erst ab der U14 gibt, würde die Saison der U13 eigentlich mit der Ermittlung der Verbandsmeisterschaften enden. Doch stattdessen veranstaltet man in Baden-Württemberg ein 2-tägiges Abschlussturnier, an dem sowohl Jungen- als auch Mädchen-Mannschaften an den Start gehen. Neben den drei Bestplatzierten aus Württemberg (VLW), Nordbaden (NVV) und Südbaden (SbVV) ergänzen in der Regel Auswahl-Teams aus Baden-Württemberger Kaderspielerinnen das Starterfeld.

Großer Aufmarsch herrschte dementsprechend bei der feierlichen Eröffnungsfeier in der Sporthalle des Mannheimer Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Nach den obligatorischen Grüßen von Volleyball-Abteilung und Gesamtverein des ausrichtenden SSV Vogelstang überbrachte Uwe Kaliske auch die Grüße vom Mannheimer Sportbürgermeister Quast und wünschte allen eine erfolgreiche Veranstaltung.

2 Turniere auf 7 Spielfeldern

2 Turniere auf 7 Spielfeldern

Der Worte waren also genug gewechselt. Jetzt sollte endlich der Ball ins Spiel kommen. Trotz kräftiger Gewitter in der vorangehenden Nacht war die Luft in der Halle noch von den Vortagen mit stickiger Luft gefüllt, als die ersten Vorrundenspiele angepfiffen wurden. Auf gleichzeitig sechs Spielfeldern wurden die beiden Turniere (Jungen und Mädchen) in drei 4er-Vorrundengruppen begonnen. Im Modus Jeder-gegen-Jeden wurden zunächst die jeweils beiden Vorrundenbesten jeder Gruppe ermittelt.

Smash

Smash

Bei den Mädchen setzten sich mit dem SV Ochsenhausen und dem VC Freudental zwei Württemberger Mannschaften durch, dazu je ein Team aus Südbaden (SV Kirchzarten) und Nordbaden (TV Brötzingen) sowie die beiden BaWü-Auswahlteams. Dagegen dominierte bei den Jungs der VLW auf ganzer Linie, nachdem sich alle vier Württemberger Teams (Rottenburg war mit einem zweiten Team nachgerutscht) in der Vorrunde durchsetzten. Auch hier kamen zwei Auswahlteams mit in die Endrunde der besten Sechs. Für Spannung war also gesorgt.

Über sechs Stunden Volleyball lagen bereits hinter den Teilnehmern, als die ersten Endrundenspiele begannen. Man spürte so manchem Spieler oder Spielerin schon an, dass der Tag an die Substanz gegangen war. Zwei Runden wurden noch gespielt, ehe Turnierleiter Andreas Nessler den sportlichen Tag für beendet erklärte.

Mattenlager für die Nacht

Mattenlager für die Nacht

Nach dem Abendessen in der Mensa der Schule nutzten die Mannschaften ihre Freizeit ganz unterschiedlich. Während einige vom Ballspielen noch immer nicht genug hatten, zogen sich andere zurück. Wieder andere suchten (teilweise vergeblich) nach einer Eisdiele, um wenigstens innerlich für Abkühlung zu sorgen. Und als es dann langsam in der Halle dunkel und ruhig wurde, harrten nur noch einige Trainer und Betreuer im Freien unter dem Vordach der Halle aus und verfolgten an einem mitgebrachten Laptop die Geschehnisse bei der Fußball-EM in Frankreich.

Fast ein wenig unchristlich sah der Spielplan die ersten Partien am zweiten Tag um 9 Uhr vor. Doch da so eine Nacht in der Halle ohnehin meist viel früher endet als man das vorab geplant hatte, war das für die meisten Mannschaften auch kein Problem. Nur kurz staute es sich bei der Frühstücksausgabe, aber pünktlich um 9 waren alle hellwach und bereit für die Fortsetzung des Turniers.

Freudental

Freudental

Bei den Mädchen stieg die Spannung. High Noon könnte man sagen – um 12 Uhr spielten gleichzeitig die beiden Auswahlmannschaften gegeneinander sowie Freudental und Ochsenhausen. Beide Spiele gingen in den Entscheidungssatz. Dramatik beim Spiel der Freudentaler, als im Entscheidungssatz zwei VC-Spielerinnen beim Versuch, den Ball zu retten, aufeinanderprallten und eine der beiden liegenblieb. Allen stockte kurz der Atem, aber nach einer kurzen Verletzungspause konnten beide weiterspielen. Die Siege gingen an BaWü2 und den SV Ochsenhausen – eine Vorentscheidung im Rennen um den Titel?

Einschwören aufs Spiel

Einschwören aufs Spiel

Die Jungs lieferten sich zur gleichen Zeit in fast jedem Spiel großen Kampf: in 6 der 9 Endrundenspiele musste der dritte Durchgang die Entscheidung bringen. Für reichlich Dramatik war also gesorgt. Auch in diesem Turnier fiel um die Mittagszeit eine erste Vorentscheidung: mit dem 3-Satz-Sieg vom TV Rottenburg gegen den VfB Ulm konnte nur der Turniersieger nur noch Rottenburg oder der TSV Schmiden sein.

Der Spielmodus des Regionalspielfests sieht Endspiele eigentlich nicht vor. Doch die Abfolge der Ergebnisse sorgte dafür, dass bei beiden Turnieren die letzten Spiele die Entscheidung brachten. Und während bei den Mädchen der VC Freudental nur noch mit einem glatten 2:0-Erfolg das zweite BaWü-Auswahlteam vom Thron stoßen konnte, hieß es bei den Jungs zwischen dem TSV Schmiden und TV Rottenburg für beide Teams Hop oder Topp.

Die größere Emotionalität zeigten indes die Mädchen. Mit Gewinn des ersten Satzes (25:17) durch BaWü 2 stand der eigentliche Sieger zwar schon fest. Das hielt aber beide Mannschaften nicht davon ab, mit voller Energie das Spiel fortzusetzen. Freudental holte Durchgang 2 mit einer tollen kämpferischen Leistung mit 25:22 – ein dritter Satz musste her.

Der Moment des Erfolgs

Der Moment des Erfolgs

Auch hier schenkten sich beide Teams nichts und erst mit den letzten Bällen fiel die knappe Entscheidung zugunsten der Freudentaler Mädchen, die diesen Sieg so feierten, als hätten sie damit das Turnier noch gewonnen. Was für ein tolles U13-Spiel und das nach anderthalb anstrengenden Tagen!

Da wollten die Jungs wohl nicht hintenan stehen. Denn auch hier hatte zunächst TV Rottenburg die Oberhand und holte Durchgang eins mit 25:20. Doch wie so oft im Volleyball war das nur ein erster Schritt, aber noch lange nicht der Sieg. Denn im zweiten Satz stellte Schmieden sein Spiel um und mit dem Wechsel schien sich das Spiel zu wenden. Schmieden gewann den 2. Satz mit 25:22 – alles wieder offen. Die Anspannung war bei beiden Teams spürbar. Am Ende waren es die berühmten Kleinigkeiten, die die Entscheidung brachten: Punkt, Satz und Sieg für den TSV Schmiden (15:12)!

Siegerehrung

Siegerehrung

42 Spiele bei den Mädchen und 42 Spiele bei den Jungen lagen hinter allen, als der letzte Akt anstand – die feierliche Siegerehrung. In umgekehrter Reihenfolge wurden noch einmal alle angetretenen Teams von den Zuschauern mit Applaus bedacht, ehe die besten Teams das Podest erklimmen durften. Platz 3 bei den Mädchen ging an den SV Ochsenhausen, Platz 2 an VC Freudental und als Sieger wurde das Team BaWü 2 gefeiert. Das Podest der Jungen betraten die Mannschaften des VfB Ulm (Platz 3), TV Rottenburg (Platz 2) und TSV Schmiden (Platz 1). Gratulation an die Sieger, aber auch Anerkennung für alle Teilnehmer – immerhin gehörte jeder der Teilnehmer zu den besten 12 Mannschaften Baden-Württembergs.

Weitere Fotos vom Turnier finden sich in einer externen Bilder-Galerie.

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