SSV-Jugend hält den Trend

Der Aufwärtstrend der Volleyball-Jugend hielt auch in der Saison 2013/14 an.

Es ist bekanntlich die eine Sache, erste Erfolge zu feiern und eine andere, weitere folgen zu lassen. Vor diesem Hintergrund steht inzwischen jede neue Saison für den SSV. Denn mit den Erfolgen wachsen auch die Ansprüche und so mancher Erfolg wird da schnell zur Routine.

Dabei ist kaum irgendwo so viel Wechsel und Veränderung vor jeder Saison zu verarbeiten wie in der Jugendarbeit. Alleine durch die Stichtage bei den Altersklassen ist der Wandel schon eingebaut, dazu kommt noch einiges an Fluktuation, die sich aus den stets ausgebuchten Terminkalendern heutiger Jugendlicher ergibt.

U13

Meister Landesliga bei der U13

Meister Landesliga bei der U13

Naturgemäß spannend sind in jedem Jahr die Erstjahrgänge, beim SSV also traditionell die U13, die zum ersten Mal um Bälle und Punkte für den SSV an den Start gehen. So auch in diesem Jahr, wenngleich mit Chiara, Anastasia, Viki und Anna-Christina vier Spielerinnen bereits ihre zweite Saison im SSV-Trikot bestritten. Der neue Verbandsmodus mit Auf- und Abstieg schlug dennoch voll zu Buche. Nach einer Quali für die Landesliga zu Rundenbeginn schien man sich mit zwei zweiten Plätzen dort gerade etabliert zu haben, als am dritten Landesliga-Spieltag der Absturz kam: kein Sieg und Abstieg in die Bezirksliga. Dort hielt man sich nur einen Spieltag auf, doch der nächste war auch gleichzeitig der letzte Spieltag, sodass man keine Chance zum erhofften Aufstieg in die Verbandsliga mehr hatte. Dennoch gewann man den abschließenden Landesliga-Spieltag souverän und hatte damit bewiesen, dass mehr drin war in dieser Saison. Statt Regionalspielfest war deshalb der Jugendverbandpokal Ende Mai die letzte Chance zum Kräftemessen mit anderen Vereinen. Gegen den Verbandsligisten vom TV Brötzingen zeigte man sich auch auf Augenhöhe, das letzte Quäntchen fehlte am Ende aber doch. Zweiter Platz und die Gewissheit, ganz nah den den Besten des Verbands gewesen zu sein.

U14

Die U14 bei der Süddeutschen

Die U14 bei der Süddeutschen

Ganz anders die Vorzeichen bei der U14. Als Teilnehmer am Regionalspielfest der U13 im Vorjahr war von Anfang an das erklärte Ziel, den großen Sprung zur Süddeutschen Meisterschaft Ende März zu schaffen. Der Auftakt gelang problemlos mit einem zweiten Platz bei der Qualifikation, wo man sich nur dem VC Eppingen geschlagen geben musste. Es folgten drei Spieltage in der Verbandsliga und das Bild blieb immer das gleiche: Eppingen und Brötzingen zogen vorne ihre eigenen Kreise, während der SSV sich als Dritter seinen Platz erkämpfte. Lediglich am letzten Spieltag der regulären Runde wurde es gegen Bühl kurz knapp, ehe man mit einem 2:1 den Sieg und als Tabellendritter damit die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft in Bad Waldsee unter Dach und Fach hatte. Dass das Team von Coach Christian Herfurth dort seine beste Saisonleistung brachte und gegen die übermächtig erscheinende nordbadische Konkurrenz aus Brötzingen gar einen Satz gewann, war am Ende der maximale Lohn für eine tolle und extrem konstante Saison.

U14/2

U14/2 beim Jugendverbandspokal

U14/2 beim Jugendverbandspokal

Deutlich schwankender zeigte sich da schon die zweite U14-Mannschaft des SSV. Einem sensationellen dritten Tabellenplatz in der Qualifikation zu Saisonbeginn folgte beim Turnier in Hohensachsen der absolute Absturz und der Gang in die Bezirksliga. Dort wollte man aber sofort wieder weg, was aufgrund des Turniersiegs Anfang Januar in eigener Halle auch gelang. Der zweite Platz beim abschließenden Landesliga-Spieltag zeigte abermals das Potential der zweiten Reihe des SSV. Eher unrühmlich und auch etwas unglücklich dann ausgerechnet das Auftreten beim Jugendverbandspokal in Östringen, wo man trotz teilweise gutem Spiel ohne einzigen Sieg nach Hause fuhr. Trotzdem überwog am Ende die positive Erkenntnis, dass auch die zweite Mannschaft eine Menge bewegen kann.

U16

Die Saison der U16 stand zunächst unter keinem guten Stern. Denn ausgerechnet beim Qualifikationsturnier Ende September waren die Pässe unauffindbar, sodass man nur außer Konkurrenz an den Start gehen konnte. Nun musste man die Konkurrenz eben von hinten aufrollen – so die Devise. Das gelang auch gleich beim ersten Bezirksliga-Spieltag mit Bravour: vier Spiele, vier Siege. Hier wollte man nicht mehr zurück. Doch die beiden nächsten Spiele entwickelten sich zum steten Auf und Ab für Trainerin Andi Frankenbach und ihre Mädchen. Zwei vorletzte Plätze hießen zwar, dass man sich in der Liga halten konnte, aber auf gute Leistungen folgten einfach zu oft vollkommene Aussetzer auf der ganze Breite. Umso erfreulicher das Abschneiden beim Jugendverbandspokal Mitte März in Brötzingen, wo man nach hartem Kampf gegen St. Leon-Rot am Ende einen ansehnlichen fünften Platz holte.

U18

SSV-Team

SSV-Team „Bad Krozingen“

Die U18 ging mit ihrer ganz eigenen Historie in die Saison 2013/14. Zum einen waren im Kader gleich drei Spielerinnen, die schon jeweils drei Teilnahmen an Regionalmeisterschaften in ihrer Jugendkarriere vorweisen konnten, zum anderen saß der Stachel von der Vorsaison bei der U16 bei allen noch tief, als man den Sprung zu den Süddeutschen nicht geschafft hatte. Entsprechend hochmotiviert ging das Team von Anfang an ans Werk. Schnell war klar, dass es ein spannender Viererkampf zwischen Brötzingen, Eppingen, der VSG Ma-Käfertal und dem SSV werden würde – es aber nur zwei Plätze bei den Süddeutschen für den Nordbadischen Volleyball-Verband gibt. Stimmungsvoll schon das erste Aufeinandertreffen beim Qualifikationsturnier am 22. September in heimischer Halle. Auch dass es eine knappe Angelegenheit werden würde, war schnell klar. Nach Niederlagen gegen die VSG und Brötzingen schaffte man als Dritter nur knapp die Quali für die Verbandsliga – ein Warnschuss vor den Bug. Doch die Mannschaft steigerte sich mit Saisonverlauf, wurde beim ersten Verbandsliga-Spieltag hinter Brötzingen schon Zweiter und krönte die Saison mit einem Sieg in der Verbandsliga Anfang Januar. Vor allem der Sieg gegen die „alten“ Konkurrenten aus Brötzingen hatte eine kleine historische Dimension. Kaum an Spannung zu übertreffen gestaltete sich dann der letzte Verbandsliga-Spieltag. Nach einem verpatzten Auftakt gegen Eppingen (1:2) und einem hart umkämpften 2:1-Sieg gegen die VSG hing am Ende alles am letzten Spiel gegen Brötzingen. In deren Halle ging es sogar in den Entscheidungssatz und dort hatte man sogar drei Matchbälle gegen sich. Dass man das Spiel noch drehte, mit 2:1 gewann und die Quali zur Süddeutschen schaffte, war ohne Frage das absolute emotionale Highlight einer ganzen Saison. Sicher schmerzte es im ersten Moment, bei dieser regionalen Meisterschaft in Bad Krozingen nicht ganz an die Leistungen der Saison anknüpfen zu können, aber das Niveau der anderen Landesverbände erwies sich abermals als zu stark. Trotz allem war alleine die Qualifikation der größte Erfolg einer SSV-Jugendmannschaft überhaupt, denn bis dahin hatte das noch keine Mannschaft oberhalb der U14 geschafft.

Ein großer Kreis

Ein großer Kreis

Neben den Mannschaften, die für den SSV an Verbandsspielen aktiv waren, stimmt auch das Umfeld weiter positiv. Inzwischen drei Jugendspielerinnen wurden zu sogenannten Schülermentoren ausgebildet und geben inzwischen ihr eigenes Können an jüngere SpielerInnen weiter. Positiv auch die Entwicklung diverser Kooperationen mit den Grundschulen auf der Vogelstang, in Wallstadt, in Mannheim-Rott und – neu in dieser Saison – mit der Grundschule in Käfertal. Die Vernetzung mit den Schulen zeigt sich auch in Angeboten wie Volleyball-AGs sowie der Gründung einer Ballspielgruppe zu Beginn dieser Saison für Kinder ab der 2. Klasse. Erfolg stellt sich dadurch immer noch nicht von alleine ein, aber eine solide Basis für langfristigen Erfolg könnte gelegt sein.

Ein Wort des Dankes deshalb zum Ende der Saison an alle Trainer, Übungsleiter und Helfer, die sich Woche für Woche in der Halle einfinden und mit viel Engagement unseren Jugendlichen das Volleyballspiel beibringen. Dank sagen muss man auch an die zahlreichen Eltern, die nicht nur klaglos zu jedem Auswärtsspiel als Taxi mitreisen, sondern die auch immer dann zur Stelle sind, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Und auch wenn es wie eine Platitüde klingt, bedanken wir uns auch bei unseren Sponsoren, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre.

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