Bittere Pille

Die 2. Damen haben mit einem 0:3 gegen Heiligkreuzsteinach einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Irgendwie war von Anfang an der Wurm drin. Ein Rückstand von 0:7 war deutlicher Fingerzeig, dass noch nicht alles nach Maß für den SSV lief. Doch mit der Zeit stabilisierte sich das SSV-Spiel ein wenig und bis zum Stand von 20:20 war die Partie wieder offen. Aber nach Hochs kam immer wieder ein Tief und am Satzende ist das umso ärgerlicher. So stand ein 22:25 und keiner wusste so recht, wie das geschehen war.

Der zweite Satz war ein Ebenbild des ersten. Bei 10:20 schien die Sache gelaufen, ehe sich die Mannschaft zusammenraufte und so etwas wie ein eigenes Spiel entwickelte. Endlich kam die Annahme und endlich resultierte daraus wieder druckvolle Spielaktionen nach vorne. Abermals reichte es nicht, denn immer wenn der SSV sich steigerte, legte Heiligkreuzsteinach nach und machte die entscheidenden Punkte.

Mit komplett verändertem Gesicht präsentierte man sich zu Beginn des Dritten. Vier neue Angreifer sollten zeigen, dass man auch mit dem neuen Spielsystem erfolgreich sein kann. Und es sah auch eine Weile lang sehr gut aus. Die Aufschläge der angeschlagenen Spielführerin Sarah Zinser sorgten für Druck und vorne kam der Angriff immer häufiger zum Zug. Doch am heutigen Tag reichte nicht einmal ein 15:9 zum Satzerfolg. Eine Aufschlagsserie der Gastgeber und ein paar leichte Fehler beim SSV ließen den Gegner Punkt für Punkt herankommen. Zum Satzende gelangen gerade mal noch drei Punkte, ehe die bittere 0:3-Niederlage feststand.

Man ist es nicht mehr gewohnt von dieser jungen SSV-Mannschaft, dass man Spiele von ihr sieht, in denen sie ihr Potential nicht abruft. So einen Tag erwischte man ausgerechnet heute: in keinem der Spielelemente konnte man seine Leistung durchspielen – nach guten Aktionen folgten zu häufig leichteste Fehler. Dazu kam heute aber auch ein Gegner, der gerade einen wahren Höhenflug erlebt: nach dem Erfolg gegen Dossenheim vor zwei Wochen gewann Heiligkreuzsteinach auch die Partie gegen Heppenheim, das vor dem SSV-Spiel ausgetragen wurde. Unter dem Strich geht die Niederlage auch von der gezeigten Leistung her in Ordnung. Doch wie man diese SSV-Mannschaft kennt, wird sie das als Ansporn verstehen, sich in Zukunft wieder zu steigern. Solche Tage kommen einfach vor.

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