Volleyball-Event für Kids

Unter der Überschrift „Volleyball-Jugend on Tour“ traten 20 Jugend-Spielerinnen des SSV Vogelstang, begleitet von Betreuern und zahlreichen Eltern, die weite Anreise nach Tuttlingen an, wo die TG Tuttlingen zum 13. „Volleyball-Event für Kids“, dem größten Jugend-Turnier Süddeutschlands, einlud. Über 100 Mannschaften traten dort in sechs Altersklassen an.

Sage und schreibe 108 Mannschaften gingen bei diesem Mammutturnier an den Start – in den Altersklassen U13, U14 und U16 gab es jeweils volle Meldelisten sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungs. Das sorgte schon bei der stimmungsvollen Begrüßung in der voll besetzten Mühlau-Halle für eine beeindruckende Kulisse.

Tag 1

Tom und die U13/1

Tom und die U13/1

Den besten Start erwischte die U13/1, die das Tuttlinger Turnier auch gleich als Vorbereitung auf das Regionalspielfest in Tübingen Mitte Juli nutzte. Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen brauchte man aus den beiden letzten Spielen nur noch einen Sieg für den Einzug ins Viertelfinale. Doch dass da die beiden späteren Turniersieger und -zweiten warteten, war einfach nur Lospech. So verlor man das Spiel gegen die TG Bad Waldsee und musste im letzten Spiel gegen den bisher verlustpunktfreien TV Villinen unbedingt zwei Punkte holen. Die Mädels des SSV zeigten sich von ihrer besten Seite. Es war ein interessantes und hochklassiges Match, in dem der SSV im ersten Satz die Oberhand behielt. Im zweiten schlichen sich einige Ungenauigkeiten ins SSV-Spiel – Villingen bedankte sich und holte sich diesen entscheidenden Satz. So endete der erste Turniertag mit einem etwas enttäuschenden dritten Vorrundenplatz.

Andi mit der U13/2

Andi mit der U13/2

Die U13/2 überraschte in der Parallel-Vorrundengruppe mit einem sehr ansprechenden Spiel. Zwar verlor man die Auftaktpartie, holte dann aber in der Folge immerhin ein Unentschieden und einen Sieg und wurde damit sensationeller Gruppendritter.

Dass es die beiden U16-Mannschaften nicht leicht haben würden, war von Anfang an klar. Verstärkt mit zwei U14-Spielerinnen reiste man am Ende mit der Mindestanzahl von Spielerinnen für die beiden gemeldeten Mannschaften an – Auswechseln war also schon einmal nicht möglich.

Die U16/1 und Andreas

Die U16/1 und Andreas

Davon ließ sich die U16/1 aber zunächst nicht beeindrucken. Stattdessen startete man mit dem erhofften Sieg ins Turnier und schöpfte weiteren Mut für mehr. Der Schwung ging in der Pause zum zweiten Spiel leider etwas verloren und durch ein 0:2 waren die Chancen auf einen Viertelfinaleinzug nur noch minimal, insbesondere weil die offenbar beste Mannschaft in ihrer Vorrundengruppe noch wartete. Beim 0:2 war man denn auch einigermaßen chancenlos. Dennoch reichte es zu einem beachtlichen dritten Vorrundenplatz.

Sabrina und die U16/2

Sabrina und die U16/2

Die U16/2 erwischte eine Hammervorrundengruppe und hatte es zum Auftakt gleich mit den bärenstarken Mädels vom USC Konstanz zu tun. Dass man kaum eine Chance haben würde, war eigentlich klar. Dennoch war die junge SSV-Mannschaft von der Art und Weise beeindruckt, wie die Gegnerinnen aufspielten. Davon musste man sich erst einmal erholen. Doch die Mädchen zeigten wahren Charakter und ließen sich eigentlich nie hängen. Am Ende der Vorrunde gelang sogar noch ein Unentschieden, was aber leider nicht dazu reichte, die rote Laterne des Vorrundenletzten abzugeben.

Damit beendete der SSV den ersten Tag des Turniers mit drei Mannschaften, die als Vorrundendritte um die Turnierplätze 9 bis 12 spielten und einer Mannschaft, für die es immerhin noch um das Erreichen eines 17. Turnierplatzes ging.

Tag 2

Nach einer viel zu kurzen, aber dafür viel zu kalten Nacht kam es am Sonntag Morgen bei der U13 zum Aufeinandertreffen der beiden SSV-Mannschaften. Und während die U13/2 noch darauf hoffte, die anderen würden sie möglicherweise nicht ernst nehmen und damit ihre Chancen steigen, herrschte bei der U13/1 eher professionelle Angespanntheit und Ruhe. Die U13/2 machte genau da weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatte und begeisterte Trainerin Andi ein ums andere Mal mit unerwarteten Spielaktionen. Dennoch wurde die U13/1 ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann diese emotionale Partie mit 2:0. Dass die U13/1 anschließend auch ihre beiden anderen Spiele gewann und damit den neunten Tabellenplatz sicher machte, war eine Sache.

Super gemacht, Mädels!

Super gemacht, Mädels!

Dass die U13/2 ihnen in nichts nachstand und ebenfalls ihre beiden anderen Spiele gewann, war schon eine kleine Sensation. Trainerin Andi Kühn huschte auch viele Stunden später immer wieder ein stolzes Lächeln übers Gesicht, wenn sie auf „ihre U13/2“ angesprochen wurde. Und das zurecht.

Auszeit

Auszeit

Dem wollte man bei der U16 offenbar nicht nachstehen. So konnte man zumindest meinen, wenn man der Mannschaft von Trainer Andreas Neßler zuschaute. Denn mit zwei Siegen in den beiden ersten Spielen gegen TV Kollnau-Gutach 1 und 2 war der zehnte Turnierplatz schon sicher und man konnte im abschließenden kleinen Finale um Platz neun eigentlich nichts mehr verlieren. Der TV Überlingen erwies sich allerdings schnell als eine Nummer zu groß. Der SSV zeigte abermals eine tolle Leistung und musste sich erst nach großem Kampf 0:2 geschlagen geben. Klasse!

Sieg!

Sieg!

Bleibt noch die U16/2. Wie würde man die Ereignisse des ersten Tages verkraften? Die Antwort gab das Team von Sabrina Timner gleich im ersten Spiel der Endrunde gegen TB Neuffen. Man wollte kämpfen, aber auch spielerisch zulegen. Das 2:0 war nicht nur hochverdient, sondern setzte gleich noch weitere Energie frei. Denn auch der letzte Gegner, der TV Radolfzell, war nicht gewillt, kampflos die Punkte abzugeben. Angefeuert von einem ohrenbetörenden Anfeuerungslärm aller spielfreien SSV-Spielerinnen dominierte der SSV das Spiel über weite Phasen und musste nur am Ende von Durchgang zwei kurz um den Erfolg bangen. Mit dem Sieg und damit Platz 17 fand das Turnier also auch für die U16/2 einen positiven Ausklang.

Ein unglücklicher neunter Platz, zwei zehnte Plätze und ein Platz 17 ist also die Bilanz des SSV Vogelstang bei diesem traditionsreichen Turnier an der oberen Donau. Das kann sich auf alle Fälle sehen lassen. Noch wichtiger war allerdings, dass es allen riesigen Spaß gemacht hat.

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