Neustart in die Saison

Neue Bälle, neue Regeln, neues Trainergespann, neulich neu eingeübtes Spielsystem so starteten die Koalas am 6. November in den ersten Spieltag der neuen Saison.

Mit Blitzstart lagen sie im ersten Satz gleich souverän und bis dahin verdient 24:18 gegen das Team vom TV Waibstadt vorne. Bei so viel Neuem fielen die bis dahin tadellos agierenden altvorderen, männlichen Beuteltiere dann allerdings doch in archaische Verhaltensmuster zurück: Anstatt den sprichwörtlichen Sack zu zu machen, wurden gefühlte Fehlentscheidungen des Schiedsgerichts durch intensives Lamentieren ausgelebt. Und da nichts auf der Welt so wunderbar ansteckend ist wie schlechte Laune, war auch der Rest des Teams mit dem Kopf nicht in der Gegenwart und lies den TV Waibstadt auf 24:23 rankommen, ehe der Satz durch einen verschlagenen Aufschlag doch noch 25:23 beendet wurde.

Im zweiten Satzes knüpften die Koalas, trotz oder vielleicht auch wegen drei erfolgter Wechsel, spielerisch leider nahtlos an den Endverlauf des ersten Satzes an, statt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und die Punkte selbst zu machen, lies man bzw. frau sich zu leicht von variierend kurz oder lang gelopten Bällen des Gegners übertölpeln. Die Brechstange, mit brachialer Gewalt über die Mitte zu hauen, verpuffte am jetzt besser gestellten gegnerischen Block. Der Satz ging deutlich mit 10:25 verloren.

Im dritten Satz ordnete die neue Trainerin, Melanie Kraus, die Reihen wiederum um und dirigierte vom Spielfeldrand mit ruhigen aber bestimmten Kommandos ihr Team zum 25:20 Satzgewinn.

Es muss die schlechtere Platzhälfte gewesen sein oder zumindest der Aberglaube der Koalas daran, dass man den vierten Satz wiederum mit 14:25 verlor. Durch platzierte Treffer und den fehlenden zweiten Mann bzw. die fehlende zweite Frau im Block – man(n) war wohl müde – gelang es vor allem der Außenangreiferin des TV Waibstadt konsequent Punkte zu erzielen. Obwohl man bzw. frau nicht in der Luft im Block war, war auch am Boden für die langen bzw. kurz gelopten Bälle nach wie vor die Lücke für den Gegner zum Punkten groß genug. Vergebene Aufschläge taten ihr Übriges. In den kommenden Trainingseinheiten wird der versierte Techniktrainer Thomas Müller auf dieses Manko sicherlich eine Antwort wissen.

Im 5. Satzes zog der TV Waibstadt zu schnell auf 3:8 davon, Der Weckruf der Trainerin beim Stande von 6:11 doch bitteschön noch etwas Kampfgeist zu zeigen, kam nicht mehr rechtzeitig, der Tie-break und damit das Spiel ging 7:15 verloren.

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