Heimspieltag mit „Pizza verdient“-Ergebnissen
Der erste Doppelspieltag der Saison stand an und das bedeutete: Heimspiel-Event. Nachdem alles für den zu erwartenden Zuschaueransturm vorbereitet worden war, konnte es an den sportlichen Teil des Tages gehen. Neue Erwärmungs- und Einspielroutine erfolgreich absolviert und somit rein in die erste Begegnung gegen das erste Team aus Karlsruhe, die weitestgehend erfahrenen Damen der Baden Volleys SSC.
Wurde in der Mannschaftsitzung explizit darauf hingewiesen, den Fokus vor allem auf die eigenen Aktionen zu legen, konnte dies tatsächlich nahezu vollumfänglich in die Praxis umgesetzt werden. Vor allem Konstanz und Kontrolle prägten die ersten Minuten und war der entscheidende Unterschied zu den Gästen auf der anderen Netzseite, die ihrerseits mächtig damit beschäftigt waren, Antworten auf die Bälle der SSV-Damen zu finden. So führte der Weg über weite Strecken dieses Satzes auf recht ebenem Gelände, will heißen, ein einigermaßen sicherer Vorsprung konnte durchgehend gehalten werden und ein 25:13 auf die Anzeigetafel zementiert werden.

So konnte es wohl weitergehen. Oder eben auch nicht. Zwar waren die eigenen Aktionen nach wie vor kontrolliert, aber die Gegnerinnen hatten sich besser auf die Mannheimer Spielweise eingestellt und setzten nun durchaus eigene Akzente. Und es blieb nicht nur bei Akzenten. Die zwingenderen Spielaktionen verschoben sich ein wenig auf die Karlsruher Seite und nun hatten die SSV’lerinnen alle Hände voll damit zu tun, sprichwörlich am Ball zu bleiben. Dies gelang jedoch nur teil- und zeitweise und so konnten die Gäste tatsächlich den Satzausgleich bejubeln.
In welche Richtung würde das Pendel in Durchgang 3 nun ausschlagen? Nach anfänglich ausgeglichenem Verlauf ließ sich diese Frage dann doch recht eindeutig beantworten. Dank wiedergewonnener Souveränität und viel Effekt sowohl im Aufschlag als auch am Netz mit Block und Angriff, wurde es in der zweiten Satzhälfte dann doch deutlich. Mit 25:16 gingen die Nordmannheimerinnen durch Ziel.
Jetzt idealerweise nicht nachlassen und die gesamten 3 Punkte aufs Konto verbuchen. Das zumindest war das eindeutig formulierte Ziel des Teams. Die Realität indes sah etwas enger und vor allem umkämpfter aus. Immer wieder Phasen auf beiden Seiten des Netzes, bei der es der jeweiligen Mannschaft gelang, eine kleine Serie zu eigenen Gunsten zu starten. Insgesamt bedeutet dies dann: es wurde knapp zu Ende des Satzes. Doch mit etwas mehr Wille, Glück und richtigen Entscheidungen, alles eben, was man in einer solchen Phase braucht, zeigte die Anzeigetafel schließlich ein umjubeltes 26:24 an. Die ersten 3 Punkte waren im Sack
Relativ kurze Pause und es ging weiter gegen den nächsten Rivalen aus der Fächerstadt, dieses Mal die weitestgehend jungen Damen der SV Beiertheim 4. Natürlich war die Zielvorgabe auch dieses Mal wieder eindeutig: Den Schwung aus Spiel 1 mitnehmen und dem Gegner gleich mal zeigen, wer in dieser Halle die Knieschoner anhat. Doch irgendwie geriet der Start eher stockend, Zwar konnten den Zuschauern immer wieder gute Aktionen gezeigt werden, jedoch unterliefen den SSV Mädels eindeutig zuviele eigene Fehler und belanglose Aktionen. So baut man einen Gegner auf. Und die Konsequenz folgte auf dem Fuß. Aus einem kontrollierten Aufbau konnten die Beiertheim Gäste ihr Spiel aufziehen und ein ums andere Mal den Ball auf der Seite der Himmannsschaft unterbringen. Bei einem Rückstand von 4 Punkten kurz vor Satzende sah alles nach einem erfolgreichen Ende für die SV’lerinnen aus. Doch mit einer starken Aufschlagserie konnte das vermeintlich Unausweichliche noch abgewendet und er Satz mit 25:23 gewonnen werden. Was ein Ende, vor allem für den Kopf.

Doch so richtig war der Knoten noch nicht geplatzt. Etwas stabiler und konsequenter, aber immer noch mit relativ vielen eigenen Unsicherheit plätscherte der Satz vor sich hin. Am Ende setzte sich die etwas größere Erfahrung und vieeleicht auch die Unterstützung durch die Zushauer durch und ein 25:21 ließ die Hoffnung auf einen glatten Durchmarsch weiterhin leben.
Durchgang Nummer 3, aber zumindest zu Anfang gleiches Bild. Irgendwie lief es nicht selbstverständlich. Und wenn auch die Karlsruherinnen durchaus gute Spielzüge und vor allem Abwehrverhalten zeigten, lag es eher an den eigenen Aktionen, dass der Satz über weite Strecken ausgeglichen verlief. Erst zum Ende hin konnte man sich auf 24:18 absetzen und war bereit für den Siegestanz. Doch, was geschah nun? Der Ball wollte einfach nicht auf den Boden. Und konnte man das zunächst noch entspannt zur Kenntnis nehmen, stieg die Nervosität sichtlich an, zumal man tatsächlich den 24:24 Ausgleich hinnehmen musste. Also noch einmal voll die Sinne schärfen. Der nächste Punkt wurde vom SSV versenkt (warum nicht früher so) und ein relativ einfach ins Aus geschlagener Ball aus dem gegnerischen Rückraum bedeutet nun wirklich: Noch einmal 3 Punkte für die Tabelle. Well done, Mädels und trotz kleinerer „Schönheitsfehler“ auf jeden Fall eine tolle Leistung an diesem Tag.

